Amaretti sardi

Das sardische Mandelgebäck ist ein einfach und schnell herzustellendes Gebäck, das in seiner Heimat Amarettus genannt wird. Benötigt werden süße und bittere Mandeln, Eiweiß, Zucker und Zitrone.

Amaretti sardi

Sardisches Mandelgebäck
amaretti sardi
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Küche Sardinien
Menge (Standard) 64 Stück
Menge (anpassbar) 64 Stück
Vorbereitungszeit 35 Minuten
Kochzeit 50 Minuten
Arbeitszeit gesamt 1 Stunde 25 Minuten
Kalorien 92 kcal

Zutaten

  • 600 g Mandeln (süß)
  • 100 g Mandeln (bitter)
  • 400 g Zucker
  • 2 Zitronenschalen Schale von 2 Zitronen
  • 6 Eiweiß

Anleitung

  • Schalen der Zitronen abreiben.
  • Sofern noch ungehäutet, die Mandeln mit heißem Wasser übergießen, einige Minuten stehen lassen und dann mit den Fingern die Haut abreiben (geht einfach).
  • Mandeln für ein paar Minuten bei 160 ° zum Trocknen in den Backofen legen.
  • Nun müssen die Mandeln gemahlen werden. Das geht stromlos mit einer Trommelreibe oder einer Nussmühle, elektrisch mit einem Mixer, einem Pürierstab oder in einer Küchenmaschine. Falls das Gerät keine ganzen Mandeln verarbeiten kann, die Mandeln zunächst (am besten mit einem Wiegemesser) etwas kleinhacken und dann portionsweise bei Zugabe von etwas Zucker (aus dem nächsten Arbeitsschritt) maschinell fein mahlen. Lassen sich ganze Mandeln mit eurer Maschine verarbeiten, dann die Arbeitsgeschwindigkeit langsam steigern (bei einer sehr leistungsstarken Küchenmaschine würden sich bei einer zu starken Mahlstufe die Fette lösen und statt Mandelmehl entstünde ein fettiger Brei).
  • Mandeln sowie Zucker und Zitronenschale miteinander gut in einer Schüssel vermengen.
  • Eiweiß zu Eischnee schlagen und vorsichtig unterziehen.
  • Den Teig mit nassen Händen in Kugeln formen und diese auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen.
  • Bei ca. 200 ° (Ober- u. Unterhitze) 50 Minuten backen.

Rezept-Hinweise

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Nährwerte

Kalorien: 92 kcal | Kohlenhydrate: 9 g | Protein: 3 g | Fett (gesamt): 6 g | ges. Fettsäuren: 0.4 g | mehrfach unges. Fettsäuren: 1 g | einfach unges. Fettsäuren: 4 g | Natrium: 6 mg | Kalium: 83 mg | Ballaststoffe: 1 g | Zucker: 7 g

Umweltverträglichkeit

 

Amaretti sardi - Sardische Mandelplätzchen

 

gemuesefahne_55Wenn auch die besten Mandeln Italiens wohl aus Avola (Sizilien) stammen, so genügen auch sardische Mandeln hohen Qualitäts- und Geschmacksstandards. Diese Stärken gleichen bis zu einem gewissen Grad die Schwierigkeiten des Anbaus aus: Der Ertrag pro Hektar liegt bei sardischen Mandeln lediglich bei 0,8 t, der italienische Durchschnitt beträgt 1,4 t, was immer noch weit entfernt ist von den 4,3 t, die in den USA pro Hektar erwirtschaftet werden.[1] Kein Wunder dass die USA (zusammen mit Spanien) 52 % der Weltproduktion bewerkstelligen, während Italien lediglich einen Anteil von 4,5 % hat. Sardische Mandeln haben insofern etwas einen Nischencharakter, und wer sardische Mandeln besorgen kann, sollte nicht nur aus Gründen der Authentizität bei der Hestellung von Amaretti auf diese zurückgreifen.

 

gemuesefahne_55Es gibt zwei Kategorien von Amaretti: die harten (duri) und die weichen (morbidi). Die Amaretti sardi gehören zu ersten Gruppe. Hart heißt dabei aber nicht, dass man sich die Zähne ausbeißt, sondern dass sie durch und durch knusprig und krümelig sind, im Gegensatz zu den innen weichen Amaretti morbidi.

 

gemuesefahne_55Amaretti werden in vielen Regionen Italiens hergestellt. Typisch für die Amaretti sardi ist erstens das Hinzufügen von Zitronenschale und zweitens der Umgang mit armelline, d.h. Aprikosenkernen und Pfirsichkernen. Diese sind in den Steinen der Früchte enthalten und kommen zum Vorschein, wenn man diese knackt. Sie sehen aus wie Mandeln und können aufgrund ihres starken Bittermandelaromas Bittermandeln ersetzen. Aber genau darauf verzichtet man bei der Herstellung der Amaretti sardi[2], während sie andernorts gern statt Bittermandeln benutzt werden. Manchmal wird bei den sardischen Amaretti auch noch etwas Weizenmehl benutzt und mitunter werden sie noch mit einer geschälten Mandel oder einer kandierten Frucht dekoriert. In jedem Fall sind sie typische Begleiter bei Taufen und Hochzeiten.

 

gemuesefahne_55Aufbewahrung der Amaretti: Einige Wochen am besten in Blechdosen.

 

Hier findest du mehr Rezepte aus Sardinien und alle Rezepte, die Amaretti enthalten.

 

 

[[2]] Vgl. https://www.aifb.it/cultura-enogastronomica-italiana/ricette-storiche/giornata-nazionale-dellamaretto/ (Letzter Zugriff: 16.01.2023)[[1]]

Fußnoten    (↵ zurück zum Text; ggf. geschlossenen Text zunächst öffnen)

  1. Vgl. http://www.lanuovasardegna.it/regione/2011/10/09/news/mandorle-sarde-per-dolci-di-qualita-1.3555704 (Letzter Zugriff: 30.11.2014)

Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 16. Januar 2023
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2 Gedanken zu “Amaretti sardi

  • 3. April 2021 um 21:42
    Permalink

    Hallo Matta
    Meine Amaretti wurden mit 50 min und 200 Grad unten der Boden schwarz . Ich denke 25 min genügen bei 180 Grad.
    Innen waren sie aber vom Geschmack Super.
    Liebe Grüsse
    Sandi

    Antworten
    • 4. April 2021 um 5:54
      Permalink

      Hallo Sandi, ich geb’s als Hinweis weiter.
      LG Matta

      Antworten

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