Anleitung: Mandeln bzw. Nüsse reiben

“Zeit ist Geld” – nach diesem Motto wird man oft, wenn es geriebene Mandeln oder Nüsse zu verarbeiten gilt, zu bereits geriebenem Material greifen, das im Supermarkt zu niedrigen Preisen angeboten wird. Die industrielle Verarbeitung spart uns viel Zeit. Weshalb also mühselig selbst Mandeln bzw. Nüsse reiben? Oft mag der Griff zum fertigen Mandel-oder Nussmehl gerechtfertigt sein, doch manchmal will man dies auch selbst herstellen, etwa wenn es um die Herkunft des Rohmaterials geht oder man gar hochwertige Mandeln oder Nüsse erstanden hat, die es dann zu verarbeiten gilt. Wir zeigen, wie es geht.

Anleitung: Mandeln bzw. Nüsse reiben

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Im ersten Schritt muss die holzige, ungenießbare Schale entfernt werden, um an die Samen bzw. Kerne zu kommen. Dies macht man gewöhnlich mit einem Nussknacker. Die so freigelegten Kerne sind allerdings noch von einem dünnen Häutchen, der Samenschale (Eposperm), umschlossen, die es zu beseitigen gilt. Dies erfolgt bei Mandeln und Nüssen auf unterschiedliche Weise.

Haselnüsse verteilt man auf einem Backblech und stellt dieses in den auf 200 ° vorgeheizten Backofen, bis die Häutchen nach ca. 8-10 Minuten (nicht länger, sonst werden die Nüsse bitter) etwas angesengt sind. Dann die Häutchen mit der Hand (ggf. unter Zuhilfenahme eines sauberen, angefeuchteten Abtrockentuchs) abreiben. Wenn noch ein paar Häutchen dran bleiben, ist es auch nicht schlimm.

Mandeln gibt man in heißes Wasser, lässt sie ein paar Minuten ziehen und rubbelt dann die Häutchen mit den Fingern ab. Das geht deutlich einfacher als bei Haselnüssen. Zum Trocknen und leichten Rösten die Mandeln ebenfalls für 10 Minuten bei 200 ° in den Ofen geben, doch sie dürfen nur ganz leicht Farbe bekommen.

Das eigentliche Zerkleinern der Samen zu Mehl lässt sich auf verschiedene Weisen bewerkstelligen. Ungeeignet ist auf jeden Fall eine einfache Standreibe, denn bei dieser muss die relativ kleine Nuss oder Mandel mit der Hand gehalten und über die Reibfläche geführt werden. Besser geht es mit einer Trommelreibe, die man von oben befüllt und dann mit einer Art Stampfer die Mandeln bzw. Nüsse gegen die rotierende Reibe drückt. Die Trommelreibe kann dabei von Hand gekurbelt werden oder mit Strom zum Rotieren gebracht werden. Solche Vorsätze weisen auch viele Küchenmaschinen auf. Alternativ kann man das Mahlen der Nüsse und Mandeln noch mit einem Mixer oder Pürierstab versuchen, doch der Erfolg hängt dabei sehr von der Leistungsfähigkeit des Geräts ab, das sich auch allenfalls zur Verarbeitung kleinerer Mengen eignet.

Falls das Gerät keine ganzen Nüsse bzw. Mandeln verarbeiten kann, diese zunächst (am besten mit einem Wiegemesser) etwas kleinhacken und dann portionsweise bei Zugabe von etwas Zucker (sofern solcher im jeweiligen Rezept gefordert ist) maschinell fein mahlen. Lassen sich ganze Nüsse bzw. Mandeln mit eurer Maschine verarbeiten, dann die Arbeitsgeschwindigkeit langsam steigern, denn bei einer sehr leistungsstarken Küchenmaschine würden sich bei einer zu starken Mahlstufe die Fette lösen und statt Mandelmehl entstünde ein fettiger Brei.

 

Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 5. Januar 2024
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