Bruschetta / Fettunta

Das geröstete Brot mit Knoblauch und Öl stammt als Bruschetta aus dem Latium. Aber auch die Toskana reklamiert das Gericht unter dem Namen Fettunta für sich.

Bruschetta / Fettunta

Geröstetes Brot mit Knoblauch und Öl
bruschetta
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Menüfolge Antipasti
Küche Latium, Toskana
Menge (Standard) 2 Portionen
Menge (anpassbar) 2 Portionen
Vorbereitungszeit 3 Minuten
Kochzeit 10 Minuten
Arbeitszeit gesamt 13 Minuten
Kalorien 109 kcal

Zutaten

  • 2 Scheiben Weizenbrot (tipo 0) möglichst etwas kräftigeres Landbrot von gestern
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 Faden Olivenöl extra vergine
  • Salz
  • Pfeffer

Anleitung

  • Das Brot über offenem Feuer oder im Ofen rösten, bis es gut gebräunt, aber nicht verbrannt ist. Dies dauert je nach Wärmequelle unterschiedlich lang, weshalb man den Bräunungsprozess unbedingt beobachten sollte.
  • Die Knoblauchzehe der Länge nach halbieren und dann mit der angeschnittenen, breiten Seite das Brot einreiben, je nach Wunsch auch beidseitig.
  • Die Oberfläche leicht salzen und je nach Geschmack auch pfeffern und dann mit einem Faden Olivenöl bestreichen.
  • Noch warm genießen.

Rezept-Hinweise

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Wein-Empfehlung:
Vetluna Campo Etrusco (Bodo Bremer)
Am besten schmeckt die Bruschetta im Herbst, wenn sie mit frischem Olivenöl beträufelt serviert wird, dazu schmeckt dann ein frischer Rotwein wie der Campo Etrusco. Ein Sangiovese aus der Maremma Toskana. Fruchtig, vor allem Kirsche und Brombeere und eine Spur schwarzer Pfeffer. .
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Nährwerte

Kalorien: 109 kcal | Kohlenhydrate: 13 g | Protein: 5 g | Fett (gesamt): 5 g | ges. Fettsäuren: 1 g | mehrfach unges. Fettsäuren: 1 g | einfach unges. Fettsäuren: 3 g | Natrium: 340 mg | Kalium: 33 mg | Ballaststoffe: 1 g | Zucker: 0.5 g

Umweltverträglichkeit

 

bruschetta

 

gemuesefahne_55Bruschetta ist ein in ganz Italien weit verbreiter Antipasto, der einfach zuzubereiten ist und lecker schmeckt. Die Herkunft der Bruschetta ist nicht genau zu ergründen – meist wird das Latium genannt, wo das Gericht auch Bruschetta (von bruscare, dt.: rösten) heißt. In der benachbarten Toskana hingegen isst man es als Fettunta (dt.: gefettete Scheibe) oder auch als Panunto (dt.: gefettetes Brot). Mitunter reklamieren auch die Abruzzen oder Umbrien die Urheberschaft für sich. Sicher ist, dass Bruschetta aus Mittelitalien stammt und einen bäuerlichen, ländlichen Hintergrund hat. Klassischerweise wird das Brot auch über einem in diesem Kontext vorhandenen offenen Feuer auf dem Rost geröstet, doch im Bachofen geht’s auch. Nur den Toaster sollte man nicht benutzen, da dort das Brot nur äußerlich bräunt, es aber nicht so trocken wird wie über dem Feuer oder im Ofen.

 

gemuesefahne_55Damit die Bruschetta wirklich lecker wird, sollte man bei den überschaubaren Zutaten auf beste Qualität achten. Das Brot sollte ein Weizen-Landbrot sein (in der Toskana ungesalzen), und das Olivenöl sollte kein Allerwelts-Supermarkt-Billig-Öl sein, sondern gutes Extra-vergine-Öl, möglichst noch ungefiltert und v.a. frisch gepresst.

 

gemuesefahne_55Offen ist, ob das oben vorgestellte Rezept für Bruschetta gewissermaßen einen Alleinvertretungsanspruch besitzt, also die Bruschetta schlechthin ist, oder ob es noch andere Bruschette gibt. Im engeren Sinne gibt es nur diese Bruschetta, und alle anderen Varianten würde man dann Crostini nennen. Mitunter wird jedoch auch geröstetes Brot, bei dessen Auflage (viel) Olivenöl benutzt wird, ebenfalls Bruschetta genannt (z.B. Bruschetta ai pomodori). Da bei diesem erweiterten Bruschetta-Begriff aber die Bruschette schwer von den Crostini abgrenzbar sind, folgen wir hier der engeren Definition. Ein Trost: Auch in Italien werden die Benennungen im Alltag ziemlich willkürlich gewählt …

 

Hier findest du mehr Rezepte aus dem Latium oder der Toskana.

 

 

 

Ein Gedanke zu “Bruschetta / Fettunta

  • 16. Dezember 2020 um 11:39
    Permalink

    Hui, das ist aber viel Info! Wenn ich das richtig verstehe und alles so stimmt, habe ich Bruschetta immer falsch gegessen. Kenne es selbst in italienischen Restaurants nur als geröstetes Brot mit „Tomatenrelish“ (sorry für die kulinarische Vermischung hier, weiß leider nicht, wie ich das anders beschreiben soll :)).
    Wie auch immer es richtig ist, ich mag alle Variationen. Generell kann ich mich in den südlichen Ländern eigentlich fast immer an den leckeren Vorspeisen satt essen :D.

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