Candelora – Presentazione al tempio

Gerichte zu Mariä Lichtmess – Darstellung des Herrn (02.02.)
mariä lichtmess
Meister des Marienlebens: Darstellung des Herrn (Teil des Zyklus zum Marienleben aus der Kirche St. Ursula in Köln)
um 1460/75, Öl/Holz, 84 x 109 cm, London (National Gallery)
Der unbekannte Meister aus Köln hat in seinem Werk die Darstellung im Tempel sehr anschaulich inszeniert. Maria zeigt Simeon das Christuskind, während der hinter ihr stehende Joseph für die zu erbringende Spende in seinem Portemonnaie kramt. Joseph hält ebenso wie Maria und Hanna (auf der rechten Seite neben Simeon) eine erleuchtete Kerze, was in der Ikonographie des Themas Darstellung des Herrn sehr selten ist und auf Mariä Lichtmess verweist. Auch die zu opfernden Tauben, dargebracht von zwei Frauen des Gefolges, sind dargestellt.

Bildinfo

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Attribution: Meister des Marienlebens [Public domain], via Wikimedia Commons

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Mit dem Tag der Darstellung des Herrn im Tempel hat es folgende Bewandtnis: Nach den Vorschriften des Alten Testaments galt eine Mutter 40 Tage nach der Geburt eines Sohnes als unrein. Maria hatte deshalb nach der Geburt Christi (25.12.) in 40 Tagen (02.02.) ein Reinigungsopfer zu tätigen, das in Form von Tauben zu erbringen war. Hinzu kommt, dass neugeborene Kinder als Eigentum Gottes erachtet wurden, weshalb sie im Tempel präsentiert (dargestellt) wurden, wo sie durch Zahlung einer Geldspende ausgelöst werden konnten. Bei Christi Darstellung im Tempel trafen seine Eltern Maria und Joseph die Prophetin Hanna und den Propheten Simeon, die beide in Christus den verheißenen Messias zu erkennen glaubten. Simeon formulierte dabei seinen sogenannten Lobgesang, in dem er Jesus „ein Licht, das die Heiden erleuchtet“, nannte. Licht ist also eine alte Metapher, die auf die durch Christus vollbrachte Rettung der Menschen und Erneuerung des Lebens anspielen soll und ikonographisch oftmals durch Licht spendende Kerzen symbolisch dargestellt wurde.

Die Bezeichnung Christi als Licht ist ein Strang, der das Fest Mariä Lichtmess begründet. Es gibt jedoch noch zwei andere Ansätze zur Erklärung des seit dem 6. Jahrhundert von der katholischen Kirche gefeierten Marienfestes, bei dem die Weihe von Kerzen verbunden mit einer Lichterprozession im Mittelpunkt stehen. Ein Ansatz basiert darauf, dass schon zu Lebzeiten Christi eine Frau namens Hekelia Mönche mit Kerzen versorgt haben soll, damit sie dem in Jerusalem einziehenden Christus entgegen gingen, wie es damals ein Brauch zum Empfang eines Herrschers war.[1] Ein anderer Ansatz ist eine schon in antiker Zeit alle fünf Jahre in Rom abgehaltene heidnische Prozession,[2] bei der vermutlich auch Kerzen mitgeführt wurden und die dann im christlichen Sinne umfunktioniert wurde. Jedenfalls hat sich im Laufe der Zeit das am 2. Februar begangene Fest immer mehr in Richtung eines mit Kerzen als Lichtern begangenen Marienfestes gewandelt. Im italienischen Namen von Mariä Lichtmess, nämlich candelora, kommt dies auch deutlich zum Ausdruck, leitet sich der Name doch von candela (dt. Kerze) ab.

Alle auf Authentisch-Italienisch-Kochen.de veröffentlichten Rezepte von Gerichten, die in Italien zu Mariä Lichtmess – Darstellung des Herrn am 2. Februar gern gegessen werden, findest du nachstehend mit Bild und Einlesetext aufgelistet.

 

Außerdem gibt es
–  eine Übersicht über alle kalendarischen Anlässe (wie z.B. Weihnachten), zu denen typische Gerichte gekocht werden;
–  den Speise-Kalender, in dem alle Tage aufgeführt sind, die mit typischen Gerichten verknüpft sind;
–  eine Übersicht über alle Gerichte, die zu einem bestimmten kalendarischen Anlass gekocht werden.

 

 

 

Fußnoten    (↵ zurück zum Text; ggf. geschlossenen Text zunächst öffnen)

  1. Vgl. https://www.heiligenlexikon.de/BiographienM/Maria-Lichtmess.html/ (Letzter Zugriff: 13.12.16)
  2. Vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Darstellung_des_Herrn#Geschichte (Letzter Zugriff: 13.12.16)

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