Cresciole

Crescole sind frittierte Teigfladen, die man v.a. in den Marken und im angrenzenden Umbrien gern gesüßt mit Zucker verspeist. Gelegenheit dazu bieten verschiedenste Feste.

Cresciole

Frittierte Teigfladen
cresciole
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Menge (anpassbar) 5 Stück
Vorbereitungszeit 15 Minuten
Kochzeit 15 Minuten
Arbeitszeit gesamt 30 Minuten
Kalorien 411 kcal

Zutaten

  • 210 g Weizenmehl (405 / 00)
  • 2 Eier
  • 25 g Zucker für den Teig
  • 1 EL Olivenöl extra vergine
  • 0,5 Zitronenschale von einer halben Zitrone
  • 0,25 TL Anis fakultativ; s.u.
  • 1 Prise Salz
  • 15 g Zucker zum Bestreuen
  • Sonnenblumenöl zum Frittieren

Anleitung

  • Mehl, Zucker, abgeriebene Zitronenschale, Anis und Salz in eine Schüssel geben, vermengen und in der Mitte des Mehls eine Mulde formen.
  • Eier verquirlen.
  • Öl hinzugeben und mit dem Handmixer (mit Knethaken) unter tröpfchenweisem (!) Hinzugeben der Eier zu einem homogenen, eleastischen Teig verarbeiten.
  • Den Teig in 5 Kugeln zerteilen und jede Teigkugel rund und sehr dünn mit einem Nudelholz auswalzen, bis die Teiglinge ca. 18 cm Durchmesser haben.
  • In einer Pfanne Öl (es sollte ca. 1,5 cm hoch stehen) erhitzen und die Teiglinge von beiden Seiten goldbraun backen. Alternativ eine ausreichend große Fritteuse benutzen und bei 170 ° insgesamt ca. 3 Minuten frittieren.
  • Mit einem Schaumlöffel die Teiglinge entnehmen, auf Küchenpapier absetzen und abtropfen lassen.
  • Mit Zucker bestreuen und heiß servieren.

Nährwerte

Kalorien: 411 kcal | Kohlenhydrate: 38 g | Protein: 8 g | Fett (gesamt): 26 g | ges. Fettsäuren: 4 g | mehrfach unges. Fettsäuren: 13 g | einfach unges. Fettsäuren: 8 g | Cholesterin: 1 mg | Natrium: 150 mg | Kalium: 75 mg | Ballaststoffe: 2 g | Zucker: 8 g | Vitamin A: 395 IU | Vitamin C: 1 mg | Kalzium: 21 mg | Eisen: 1 mg
Nährwertangaben ohne das Öl zum Frittieren.

Umweltverträglichkeit

 

cresciole

 

gemuesefahne_55Cresciole gehören zur Gruppe der frittelle, der frittierten Köstlichkeiten. Oft wird der Teig leicht gesüßt und die frittierten Cresciole werden dann mit Zucker bestreut, doch auch salzige Varianten gibt es. Die süßen Cresciole werden gern in der Karnevalszeit zubereitet, begleiten jedoch auch andere Anlässe wie z.B. das Fest des Sant’Egidio (Ägidius von Saint-Gilles) in dem kleinen Dorf Montecastrilli (TR) im südlichen Umbrien, wo am 1. September jährlich dem Heiligen gedacht wird. Cresciole sind dabei ein fester kulinarischer Bestandteil dieses mehrere Tage dauernden Fests.[1]

 

montecastrilli
Montecastrilli (TR)

Bildinfo

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File URL: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/2a/Montecastrilli2007.JPG
Attribution: Davidetr1983, Public domain, attraverso Wikimedia Commons

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gemuesefahne_55Zubereitungsvarianten gibt es mehrere. Neben der Frage, ob süß oder salzig, ist zu entscheiden, ob für den Teig ein Treibmittel benutzt werden soll. Meist wird dies weggelassen, was als positive Folge hat, dass keine Ruhezeiten zu beachten sind und sofort frittiert werden kann, doch mitunter wird auch ein wenig Hefe oder lievito madre zugesetzt. Das Frittieren geschieht heutzutage meist in (Sonnenblumen-)Öl, während man früher in der Regel Schmalz benutzte. Die Zugabe von Anis ist nicht zwingend notwendig und geschieht entweder (wie oben vorgeschlagen) als Gewürz oder aber durch einen Likör. Dabei greift man gern auf den lokalen Anis-Likör Mistrà zurück, ersatzweise geht aber auch Sambuca. Relativ selten ist heute eine Variante, bei der das Weizenmehl ganz oder teilweise durch Polenta ersetzt wird.

 

 

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Fußnoten    (↵ zurück zum Text; ggf. geschlossenen Text zunächst öffnen)

  1. Vgl. https://www.ternitoday.it/eventi/santo-egidio-in-festa-montecastrilli.html (Letzter Zugriff: 20.08.21)

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