Crespelle al pistacchio

Bei den Crespelle al pistacchio sind die Pfannkuchen mit Pistazien, Parmesan, rohem Schinken und einer Bechamelsauce gefüllt.

Crespelle al pistacchio

Pfannkuchen mit Pistazien
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Menge (anpassbar) 8 Stück
Vorbereitungszeit 30 Minuten
Kochzeit 25 Minuten
Arbeitszeit gesamt 55 Minuten
Kalorien 255 kcal

Zutaten

Anleitung

  • 60 g Mehl in eine Schüssel geben und unter Zugabe von zunächst 4 Eiern, dann 100 ml Milch und etwas Salz zu einem ziemlich dünnflüssigen Teig verrühren.
  • 30 g Butter in einem Topf schmelzen und zum Teig hinzufügen.
  • Pro Pfannkuchen ca. 5 g Butter in einer großen Stahl-Pfanne (keine antihaftbeschichtete Panne, denn die Crespelle sollen schön bräunen) bei gut mittelhoher Temperatur (z.B. Einstellung 7 von 10) erhitzen (Butter darf aber nicht schwarz werden).
  • In die heiße Butter für einen Pfannkuchen so viel Teig gießen, dass der Boden ganz dünn bedeckt ist. Dies gelingt am besten, wenn man mit der einen Hand einen dünnen Strahl Teig in die Pfanne gießt und diese mit der anderen Hand leicht schwenkt, damit der Teig hauchdünn den ganzen Pfannenboden bedeckt.
  • Den Pfannkuchen kurz fest werden lassen, dann wenden und auch von der anderen Seite leicht bräunen, schließlich auf einem Teller ablegen. Dabei darauf achten, dass er gerade liegt, damit etwas uneben liegenden Pfannkuchen nicht durch das Gewicht der darüber liegenden zerdrückt werden und reißen.
  • Den gesamten Teig zu Pfannkuchen verarbeiten, wobei der Teig für ca. 8 Stück reichen soll.
  • Parmesan reiben.
  • Schinken sehr fein hacken.
  • Sind eure Pistazien noch von violetten Häutchen ummantelt, kann man diese nach unserem Tipp entfernen - oder auch dranlassen. (Obige Zeitangabe zur Vorbereitung enthält nicht die Zeit, die zum Entfernen der Häutchen notwendig ist.)
  • Alle Pistazien zunächst grob hacken. Davon die eine Hälfte im grob gehackten Zustand (granella) belassen, die andere Hälfte mit der Küchenmaschine oder dem Pürierstab weiter zu Pistazienmehl (farina) zerkleinern.
  • Mit den restlichen 20 g Mehl, den verblieben 160 ml Milch und den restlichen 20 g Butter eine Bechamelsauce herstellen.
  • In die Bechamelsauce der Reihe nach einrühren:- das Rindfleischbrühen-Extrakt- das gesamte Pistazienmehl- ein Drittel der grob gehackten Pistazien (bei unserer Standard-Menge: 12,5 g); die restlichen zwei Drittel beiseite legen- den Parmesan, doch auch hier 1-2 EL beiseite legen- den gehackten Schinken.
  • Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Muskatnuss abschmecken.
  • Auf jede Crespella ein wenig Pistazien-Bechamel-Sauce geben und dann aufrollen.
  • Crespelle in eine leicht gefettete Form legen und mit dem restlichen Parmesan überstreuen.
  • Im Ofen bei 220° ca. 10 Minuten überbacken.
  • Mit den restlichen grob gehackten Pistazien bestreuen und servieren.

Rezept-Hinweise

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Nährwertangaben

Kalorien: 255 kcal | Kohlenhydrate: 10 g | Protein: 9 g | Fett (gesamt): 20 g | ges. Fettsäuren: 9 g | mehrfach unges. Fettsäuren: 2 g | einfach unges. Fettsäuren: 8 g | Cholesterin: 4 mg | Natrium: 189 mg | Kalium: 321 mg | Ballaststoffe: 3 g | Zucker: 2 g
Die Nährwertangaben beziehen sich auf ganze Crespelle (nicht als Fingerfood)

Angaben zur Umweltverträglichkeit

 

crespelle al pistacchio

 

gemuesefahne_55Die Crespella ist die italienische Variante des französischen crêpe, also ein sehr dünner Pfannkuchen, der mehr Ei und weniger Mehl als ein deutscher Pfannkuchen enthält und dessen Teig auch dementsprechend flüssiger ist. Crespelle werden vor allem in salzigen Varianten hergestellt und sind in ganz Italien anzutreffen, wenngleich sie aufgrund der Verwandschaft mit dem französischen crêpe in Norditalien stärker verbreitet sind.

 

gemuesefahne_55Insofern sind unsere Crespelle al pistacchio auch kein typisch sizilianisches Gericht, denn dort sind Crespelle eher weniger verbreitet. Aber die geschmacksgebende Hauptzutat PistazieVgl. ausführliche, bebilderte Lebensmittelinfo-Seite Pistazien sollte natürlich aus Sizilien stammen.

 

gemuesefahne_55Crespelle al pistacchio gibt es in vielen verschiedenen Varianten, so dass es nicht das authentische Rezept gibt. Nach dem Ausprobieren verschiedener Rezepte können wir aber sagen, dass den Erfolg eins guten Rezepts ausmacht, dass der Pistaziengeschmack nicht durch eine geschmacksintensive andere Zutat überdeckt werden darf. Mit der Zugabe von ein wenig (!) Rindfleischbrühen-Extrakt, Parmesan und Schinken (bitte an die angegebenen Mengen halten!) werden die Crespelle leicht würzig, doch der Pistaziengeschmack bleibt erhalten.

 

gemuesefahne_55Crespelle werden das ganze Jahr über als Antipasto, als Secondo oder auch als Piatto unico verzehrt, doch zu Mariä Lichtmess am 2. Februar steigt der Konsum deutlich an. An diesem Tag, der auf italienisch Candelora (von it. candela ≈ dt. Kerze) genannt wird, sind Crespelle die typisch Festspeise in Italien. Der am Ende des 5. Jahrhunderts amtierende Papst Gelasius I soll französische Pilger, die nach Rom zum Candelora-Fest gekommen waren, mit einer Speise aus Mehl und Eiern bewirtet haben, die die hungrigen und erschöpften Pilger crêpes nannten, und zwar nach dem lat. Wort crispus, das übersetzt gekräuselt heißt. Das Gekäuselte wiederum verweist auf eine typische Reaktion der Crespelle während des Backens, denn diese kräuseln sich in der Tat in der Pfanne ein wenig. Jedenfalls hat den Pilgern das Crespelle-Essen offenbar gut gefallen, denn heute ist das Verspeisen von Crêpes in Frankreich am dort Chandelleur genannten Tag noch verbreiteter als in Italien. Der Zusammenhang zwischen Candelora und den Crespelle ist aber nicht nur ein historischer, sondern auch die Möglichkeit, Crespelle aufschneiden und vertikal in kerzenähnlicher Form präsentieren zu können, dürfte die Verbundenheit gestärkt haben.

 

gemuesefahne_55Crespelle können als Antipasto oder als Secondo serviert werden. Als Antipasto würde (je nach der Menge weiterer angebotener Antipasti) eine halbe Crespella reichen, als Secondo würde ich 2 bis 3 ganze Crespelle pro Person rechnen.

 

gemuesefahne_55Die Crespelle al pistacchio lassen sich ganz oder als Fingerfood hervorragend einfrieren und können insofern gut auf Vorrat hergestellt werden. Nach dem Auftauen sollte man sie noch ganz kurz in den heißen Ofen geben, damit sie wieder leicht kross werden, denn so schmecken sie noch besser.

 

 

 

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