Dolce di Sant’Antonio

Ein mit Blätterteig ummantelter Rührteig ist die Süßigkeit des Hl. Antonius, die in Padua in Venetien nicht nur am 13.06. zu Ehren des Hl. Antonius gebacken wird.

Dolce di Sant'Antonio

Süßigkeit des Hl. Antonius
dolce di sant'antonio
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Menge (anpassbar) 16 Stück
Vorbereitungszeit 25 Minuten
Kochzeit 40 Minuten
Arbeitszeit gesamt 1 Stunde 5 Minuten
Kalorien 342 kcal

Zutaten

  • 560 g Blätterteig bei einer Backform mit 22 cm Durchmesser am besten im Format 45 x 45 cm
  • 4 Eier
  • 170 g Zucker
  • 4 g Vanillezucker
  • 150 g Weizenmehl (405 / 00)
  • 50 g Speisestärke (Kartoffel)
  • 110 g Butter
  • 60 g Mandel (süß)
  • 50 g Rosinen
  • 30 g Orangeat
  • 100 g Aprikosenkonfitüre

Anleitung

  • Mit dem Handmixer (oder der Küchenmaschine) in einer größeren Schüssel die Eier zusammen mit dem Zucker und dem Vanillezucker sehr cremig schlagen.
  • 100 g Butter in einem Topf schmelzen.
  • Butter langsam in die Schüssel geben und verrühren.
  • Portionsweise Mehl und Speisestärke in die Schüssel geben und zu einem relativ flüssigen Teig verrühren.
  • Die Hälfte der der Mandeln grob, die andere Hälfte feiner hacken.
  • Eine Springbackform mit 22 cm Durchmesser mit den restlichen 10 g Butter fetten.
  • Den Blätterteig so in die Backform geben, dass der Boden und die Ränder bedeckt sind und der restliche Teig möglichst gleichmäßig verteilt nach außen herunterhängt.
  • Den Boden mit Aprikosenkonfitüre bestreichen.
  • Mandeln, Rosinen und Orangeat in den Teig geben, diesen nochmal durchrühren und dann den Teig in die Backform auf den Blätterteig gießen und verstreichen.
  • Den überhängenden Blätterteig nach innen auf den Rührteig klappen.
  • Den Kuchen bei 175 ° ca. 35 bis 40 Minuten backen. Vor dem Schneiden ruhen und erkalten lassen.

Rezept-Hinweise

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Nährwerte

Kalorien: 342 kcal | Kohlenhydrate: 27 g | Protein: 6 g | Fett (gesamt): 18 g | ges. Fettsäuren: 9 g | mehrfach unges. Fettsäuren: 1 g | einfach unges. Fettsäuren: 4 g | Cholesterin: 0.0002 mg | Natrium: 198 mg | Kalium: 159 mg | Ballaststoffe: 3 g | Zucker: 17 g

Umweltverträglichkeit

 

dolce di sant'antonio

 

gemuesefahne_55Ein authentisches Gericht, allerdings mit deutlich kommerziellem Hintergrund ist das Dolce di Sant’Antonio di Padova. In Padua bzw. in der dortigen Basilika di Sant’Antonio di Padua liegen die meisten Reliquien (u.a. Gebeine und Zunge[!]) des Hl. Antonius von Padua. Da dieser Heilige in der katholischen Welt noch immer sehr populär ist, ist die Basilika di Sant’Antonio di Padua eine der meistbesuchtesten katholischen Kirchen. 2018 kamen über 3 Millionen Besucher aus 82 Nationen in die Basilika, von denen über 1,2 Millionen die Reliquien-Kapelle aufsuchten.[1] Neben dem Gedenktag des Heiligen am 13. Juni feiert man am 17. Februar auch noch das Fest der Zunge des Hl. Antonius usw. Der ganze Rummel ist natürlich auch ein ökonomischer Erfolg für die an den Pilgerströmen partizipierenden Gewerbe, und so kamen findige Konditoren in den 70er Jahren des 20. Jh. darauf, sozusagen ihren Anteil am Kuchen etwas zu vergrößern, indem sie das Dolce di Sant’Antonio erfanden, das seitdem kulinarisch den Besuch in Padua begleitet und vor allem am 13.06. einen Höhepunkt erfährt. Trotz seines kommerziellen Hintergrunds schmeckt es sehr lecker und ist durchaus würdig, nachgekocht zu werden. Zudem hat es zumindest einen historischen Hintergrund: Früher wurden Pilger und Arme beim Besuch der Basilika mit Brot verköstigt, und geweihte Antoniusbrote werden noch heute „an die Gläubigen verteilt und aus Frömmigkeit verspeist“.[2] Außerdem hat das Dolce di Sant’Antonio, das auch als PAT-Produkt registriert ist, von seiner Form her einen (vagen) Bezug zur Basilika, denn es soll dessen Kuppeln nachempfunden sein.

 

dolce di Sant'Antonio
Basilica di Sant’Antonio di Padova

 

gemuesefahne_55Wir folgen beim unserem Rezept weitgehend der auf diversen Internetseiten[3] verbreiteten Rezeptur der Konditorei Estense, die allerdings selbst das Rezept angeblich geheim hält…[4]

 

Hier findest du mehr Rezepte aus Venetien.

 

 

 

 

Fußnoten    (↵ zurück zum Text; ggf. geschlossenen Text zunächst öffnen)

  1. Vgl. http://www.padovaoggi.it/attualita/pellegrini-basilica-sant-antonio-padova-15-febbraio-2019.html (Letzter Zugriff: 09.06.20)
  2. https://www.santantonio.org/de/content/das-antoniusbrot (Letzter Zugriff: 09.06.20)
  3. Z.B. http://bontalandia.blogspot.com/2016/06/santantonio-da-padova-e-un-santo-molto.html (Letzter Zugriff: 09.06.20)
  4. Vgl. http://www.pasticceriaestense.it/dolcesantonio.htm (Letzter Zugriff: 09.06.20)

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