Erythrit

erythrit

 

Erythrit ist ein Zuckerersatzstoff, der gegenüber normalem Haushaltszucker (Saccharose) den Vorteil hat, dass er keine Zucker-Kohlenhydrate hat. Dadurch beeinflusst er den Blutzucker- und Insulinspiegel nicht, weist einen glykämischen Index von 0 auf und ist damit sehr geeignet für Diabetiker – und für alle, die Kalorien sparen wollen. Erythrit wird in feinkörniger, kristalliner Form angeboten und kann statt Haushaltszucker benutzt werden. Allerdings beträgt die Süßkraft nur ca. 75 %, so dass man im Vergleich zu Haushaltszucker etwas mehr nehmen muss (ca. 130 g ersetzen 100 g Zucker); das Volumen- und Festigkeitsverhalten ist etwa gleich. Der Geschmack ist nahezu wie der von Zucker und damit nicht leicht bitter wie der von anderen Zuckerersatzstoffen, z.B. Stevia. Gut geeignet ist Erythrit für Süßspeisen aller Art, auch zum Backen, nur bei Hefeteig muß man normalen Zucker nehmen, damit die Hefebakterien genug Nahrung haben und der Teig hochgeht. Besonders ist Erythrit zur Herstellung von Speiseeis geeignet, denn beim Verzehr tritt ein leichter Kühleffekt ein, wie wir ihn z.B. von Eiskonfekt kennen: Beim Schmelzen wird der Zunge Wärmeenergie entzogen, was die mit Erythrit gesüßte Speise noch kälter erscheinen lässt. Will man mit Erythrit Marmelade kochen, so ist zu bedenken, dass Erythrit eine andere Wasserlöslichkeit als Haushaltszucker besitzt: Letzterer löst sich bis zu einem Verhältnis von zwei Kilo auf einen Liter ohne Kristallisation, wohingegen Erythrit nur eine Löslichkeit von 250 Gramm auf einen Liter Wasser hat. Das heißt fürs Marmeladekochen, dass man für ein Kilo Früchte maximal 250 Gramm Erythrit einsetzten darf, weil sonst der Erythrit-Zucker später beim Abkühlen krisallisiert. Erythrit ist seit 2006 als Zuckeraustauschstoff (E968) zugelassen. Chemisch gesehen ist Erythrit übrigens ein Zuckeralkohol (kein Ethanol-Alkohol!), der in natürlicher Form z.B. in Algen, Obst, Pilzen und Käse vorkommt, allerdings wird das zum Kauf angebotene Erythrit industriell durch Fermentierung von Kohlenhydraten (besonders Glucose und Saccharose) gewonnen. Das ist relativ aufwendig und erklärt auch den deutlichen Nachteil von Erythrit, nämlich seinen stolzen Preis, der je nach Bezugsquelle (Reformhaus, Internet) und Bezugsmenge zwischen 7 und 14 € pro Kilo liegt. Gehandelt wird Erythrit u.a. auch unter den Bezeichnungen Erythritol, Erylite, Sucolin, Sukrin, Xucker Light. Neben der kristallinen Form von Erythrit gibt es auch eine puderzuckerartige Form (z.B. unter dem Handelsnamen SukrinMelis).

 

Alle auf Authentisch-Italienisch-Kochen.de veröffentlichten Rezepte, die Erythrit enthalten, findest du unter der Zutat Erythrit.

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.