Fettuccine alla romana

Aus der Hauptstadt Rom stammen die Bandnudeln mit Hühnerinnereien, die auf italienisch Fettuccine alla romana genannt werden und ein leckeres typisches Gericht der Cucina povera sind.

Fettuccine alla romana

Bandnudeln mit Hühnerinnereien
Fettuccine alla romana
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Menge (anpassbar) 2 Portionen
Vorbereitungszeit 20 Minuten
Kochzeit 20 Minuten
Arbeitszeit gesamt 40 Minuten
Kalorien 445 kcal

Zutaten

  • 170 g Fettuccine alternativ Tagliatelle, s.u.
  • 100 g Hühnerinnereien am besten Leber, Herz und Magen zu gleichen Teilen
  • 75 ml Tomaten (passata)
  • 0,25 Zwiebel
  • 10 g Steinpilze (getrocknet)
  • 75 ml Weißwein
  • 2 EL Olivenöl extra vergine
  • 30 g Pecorino romano gereift (stagionato, Hartkäse zum Reiben), ersatzweise Parmesan oder Grana padano
  • Salz
  • Pfeffer

Anleitung

  • Die getrockneten Pilze in eine Tasse mit lauwarmem Wasser geben und eine Viertelstunde einweichen lassen.
  • Hühnerinnereien in kleine Würfel schneiden.
  • Zwiebel hacken und Käse reiben.
  • 1 EL Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebel dazu geben.
  • Wenn die Zwiebel glasig ist, Tomaten hinzufügen.
  • Salzen und pfeffern und 15 Minuten bei niedriger Temperatur köcheln.
  • Während das Tomatensugo kocht, zunächst die Pilze leicht ausdrücken und in kleinere Stücke schneiden.
  • 1 EL Öl in einer Pfanne erhitzen und die Hühnerinnereien und die Pilze 5 Minuten anbraten, salzen und pfeffern, dann den Wein dazugeben und diesen bei niedriger Hitze fast verdampfen lassen.
  • Parallel Fettuccine in Salzwasser aufsetzen und (nach unserer Anleitung Nudeln richtig kochen) al dente kochen.
  • Kurz vor Ende der Kochzeit der Fettuccine die Hühnerinnereien zu den Tomaten geben und vermengen.
  • Fettuccine abgießen und mit der Sauce und geriebenem Pecorino servieren.

Rezept-Hinweise

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Nährwerte

Kalorien: 445 kcal | Kohlenhydrate: 30 g | Protein: 12 g | Fett (gesamt): 21 g | ges. Fettsäuren: 6 g | mehrfach unges. Fettsäuren: 1 g | einfach unges. Fettsäuren: 11 g | Cholesterin: 108 mg | Natrium: 566 mg | Kalium: 134 mg | Ballaststoffe: 2 g | Zucker: 2 g

Umweltverträglichkeit

 

Fettuccine alla romana

 

gemuesefahne_55Fettuccine nennt man im Latium eihaltige Bandnudeln, die weiter nördlich Tagliatelle genannt werden. Letztere sind ein wenig breiter als Fettuccine, können aber gut als Ersatz benutzt werden. Und Fettuccine kann man auch leicht selbst herstellen: Geeignet ist Teig 6 (oder auch Teig 2) unserer Nudel-Rezepte.

 

gemuesefahne_55Was Varianten des Gerichts anbelangt, so wird manchmal Butter statt Olivenöl verwendet. Beobachtbar ist auch die Zugabe von etwas Fleisch-Ragù, wobei dieses die Tomatensauce ersetzen oder deren Anteil reduzieren kann. In luxeriösen, modernen Varianten werden die Hühnerinnereien ein wenig durch Hühnerfleisch ergänzt.

 

gemuesefahne_55Zweifellos sind die die Fettuccine alla romana ein altes Rezept der italienischen Hauptstadtküche. Die Nutzung von Hühnerinnereien ist typisch für die cucina povera, die die römische Küche stark beeinflusst hat. Das Rezept als solches ist insofern verbürgt, doch nicht ganz gesichert scheint mir die Benennung als alla romana, denn dies rückt das Gericht doch in die erste Reihe, wenn nicht auf Platz 1 der vielen „Fettuccine alla … -Gerichte“ der Hauptstadt, sozusagen als primus inter pares. Tatsächlich fehlen unsere Fettuccine alla romana aber in manchen ansonsten ziemlich vollständigen Kochbüchern ganz[1] oder werden unter dem treffenden Namen Fettuccine alle rigaglie (dt.: Hühnerinnereien, eigentlich Hühnerklein) aufgeführt, während man unter Fettuccine alla romana ein Rindfleisch-Ragù versteht.[2] Insofern ist die Benennung etwas zweifelhaft, doch das Gericht gehört tatsächlich zu den klassischen Nudelgerichten Roms und es schmeckt auch sehr lecker.

 

gemuesefahne_55Die Sauce lässt sich gut auf Vorrat herstellen und portioniert einfrieren.

 

Hier findest du mehr Rezepte aus dem Latium.

 

 

 

 

Fußnoten    (↵ zurück zum Text; ggf. geschlossenen Text zunächst öffnen)

  1. z.B. Vincenzo Scolese: L’antica cucina romana, Rom (M.P. Edizioni) 2008
  2. z.B. Alvaro Fabrizi: Antica cucina romana, Mugnano di Napoli (Ediprint) 2008

4 Gedanken zu “Fettuccine alla romana

  • 22. Dezember 2019 um 12:18
    Permalink

    Ein klassischer Apetitmacher. Ich versuche schon länger ähnliche Rezepte wie das Ragù alla B0lognese mit den Zutaten aus der Vortomatenzeit zuzubereiten. Denn Tomaten sind in den meisten Regionen Italiens erst seit 150 Jahren in Gebrauch.

    Antworten
  • 7. März 2021 um 19:54
    Permalink

    Ich bin mir nicht sicher, ob im Rezept „Hühnerklein“ gemeint ist, hier alles der Skelettmuskulatur ausser Brust und Flügel//Schenkel oder „Innerein“ = Magen, Herz etc. Beides würde sicher zu einem essbaren Gericht 😉

    Antworten
    • 11. März 2021 um 7:55
      Permalink

      Hallo Andreas, danke für den Kommentar. Gemeint sind Hühnerinnereien. Nach Margits Hinweis hatte ich (da, wo passend) „Hühnerklein“ als Zutat in „Hühnerinnereien“ umzunennen versprochen (vgl. Kommentar). Das ist jedoch nur bzgl. der Zutat geschehen – in den Texten ist der Begriff stehen geblieben. Das habe ich nun nach deinem Hinweis auch erledigt. Mia colpa …
      LG Matta

      Antworten

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