Friccò all’eugubina

Huhn auf Art von Gubbio ist ein typisches Festtagsgericht aus dem gleichnamigen Städtchen in der Provinz Perugia in Umbrien, bei dem Fleisch in Wein geschmort wird.

Friccò all'eugubina

Huhn auf Art von Gubbio
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Menge (anpassbar) 2 Portionen
Vorbereitungszeit 10 Minuten
Kochzeit 45 Minuten
Arbeitszeit gesamt 55 Minuten
Kalorien 432 kcal

Zutaten

  • 400 g Hähnchenfleisch z.B. ein Brustfilet u. ein Schenkel
  • 2 Tomaten (frisch)
  • 75 ml Weißwein
  • 50 ml Weinessig weiß
  • 0,5 Zweig Rosmarin
  • 3 Blätter Salbei
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 3 EL Olivenöl extra vergine
  • Salz
  • Pfeffer

Anleitung

  • Fleisch waschen, abtrocknen und in größere Stücke schneiden (z.B. Schenkel zweiteilen).
  • Öl in einer Kasserole erhitzen, Knoblauch leicht bräunen, dann entfernen.
  • Bei höherer Hitze das Fleisch in der Kasserole allseitig anbraten.
  • Die Salbeiblätter etwas zerkleinern.
  • Wein angießen, salzen und pfeffern und bei niedriger Hitze ca. eine halbe Stunde zugedeckt köcheln. Dabei ab und zu umrühren. Ggf. noch einen weiteren Spritzer Wein dazugeben.
  • Die Tomaten achteln und nach der halbstündigen Kochzeit in die Kasserole geben. Wer mag, kann sie zuvor noch häuten und die Samen entfernen.
  • Essig, Salbeiblätter und den Rosmarinzweig ebenfalls hinzufügen.
  • Bei etwas erhöhter Hitze ca. weitere 15 Minuten köcheln, bis das Fleisch gar ist und sich vom Knochen lösen lässt.
  • Am Schluss noch einmal abschmecken.

Rezept-Hinweise

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Nährwerte

Kalorien: 432 kcal | Kohlenhydrate: 4 g | Protein: 59 g | Fett (gesamt): 22 g | ges. Fettsäuren: 3 g | mehrfach unges. Fettsäuren: 2 g | einfach unges. Fettsäuren: 14 g | Natrium: 205 mg | Kalium: 224 mg | Ballaststoffe: 1 g | Zucker: 2 g

Umweltverträglichkeit

 

Friccò all’eugubina

 

gemuesefahne_55Friccò all’eugubina entstammt zwar der cucina povera, ist aber dennoch ein Festtagsessen, das in Gubbio an Sonn- und Feiertagen, v.a. aber traditionell am ersten Weihnachtstag auf den Tisch kommt. Auch wenn es ein vornehmlich nur in einem kleinen Städtchen verbreitetes Gericht ist, gibt es dennoch sehr viele Varianten, denn jede Familie wandelt das Rezept scheinbar ein wenig ab. Die Grundzutat ist Huhn und oft bleibt es bei diesem Huhn, doch mitunter – vor allem, wenn das Gericht für größere Gesellschaften zubereitet wird – schmort man gemeinsam mit dem Huhn weiteres Fleisch, oft Kaninchen, Lamm, Pute oder Rindfleisch, auch Ente, Gans oder Perlhuhn sind ok. In unserem 2-Personen-Haushalt reduzieren wir das Fleisch auf das Huhn und nehmen davon auch kein ganzes, wie man es bei vier oder sechs Essern täte, sondern belassen es bei einer Hühnerbrust und einem Schenkel. Zur Frage, wie groß die Fleischstücke sein sollen, ist anzumerken, dass das Gericht oft als Spezzatino, also als eine Art Gulasch charakterisiert wird, was entsprechend große bzw. kleine Fleischwürfel bedingt, doch angesichts unseres Hühnerschenkels verzichten wir darauf, die Hühnerbrust allzu klein zu schnipseln. Die nächste Frage ist: in bianco oder in rosso, also ohne oder mit Tomate? Die Meisten geben wohl etwas Tomatensugo dazu, was wir auch sehr lecker finden. Die Aromatisierung erfolgt auf jeden Fall mit Salbei, Rosmarin und Weißwein, oft ergänzt durch Weißweinessig, was dem Gericht unseres Erachtens eine typische Note gibt. Zum Aromatisieren kann man das Fleisch zuvor für ca. 2 Stunden in eine entsprechende Marinade legen oder man gibt diese während des Kochens dazu, was übrigens klassisch in einer Kasserole aus Terracotta erfolgt. Weitere Veredelungen z.B. durch Zugabe von Anchovis, Wacholderbeeren, Peperoncino, Guanciale oder Pancetta sind möglich, wodurch der Geschmack natürlich ein wenig kräftiger wird, doch wir verzichten hier darauf und deuten diese Möglichkeit nur an.

 

Gubbio
Gubbio mit Palazzo dei Consoli

 

gemuesefahne_55Als Beilage reicht man Brot, Crescia oder Torta al testo, eine Art umbrischer Focaccia, die auf einem Eisen gebacken wird.

 

Gubbio
Panorama von Gubbio mit Teatro romano

 

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Ein Gedanke zu “Friccò all’eugubina

  • 21. März 2021 um 17:25
    Permalink

    Bitte mit dem Essig vorsicht, durch Wein und Tomaten kommt weitere Säure dazu. Lieber erst mal die halbe Menge. Ich nehme lieber gute geschälte Tomaten aus der Dose. Sonst aber sehr lecker und wenig Aufwand.

    Antworten

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