Frittata di fichi acerbi

Ungewöhnlich, aber lecker ist die Kombination von Ei und Feigen zum süß-salzigen Omelett mit Feigen, zu dem die Feigen nicht ganz reif sein sollten.

Frittata di fichi acerbi

Omelett mit Feigen
frittata di fichi acerbi
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Menge (anpassbar) 2 Portionen
Vorbereitungszeit 10 Minuten
Kochzeit 15 Minuten
Arbeitszeit gesamt 25 Minuten
Kalorien 419 kcal

Zutaten

  • 4 Eier
  • 3 Feigen (frisch) normale Größe; wenn wirklich klein, dann 6-8 Stk.
  • 0,5 Zwiebel
  • 1 EL Basilikum
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 25 g Parmesan
  • 2 EL Olivenöl extra vergine
  • Salz
  • Pfeffer

Anleitung

  • Die Feigen waschen, den Stiel entfernen und in Scheiben schneiden.
  • Öl in einer Pfanne erhitzen und darin die gehackte Zwiebel sowie die Knoblauchzehe andünsten, bis die Zwiebel glasig ist. Dann die Knoblauchzehe entfernen.
  • 2 bis 3 EL Wasser zusammen mit den Feigen in die Pfanne geben, etwas salzen und bei mittlerer Temperatur garen, bis die Feigen weich sind und das Wasser verkocht ist.
  • Eier mit dem geriebenen Parmesan verquirlen, salzen und pfeffern und (je nach Anzahl der Portionen ggf. portionsweise) über die Feigen in die Pfanne gießen. Erhitzen bis die Eier ganz stocken. Dann die Frittata wenden und noch kurz von der anderen Seite braten.
  • Warm oder kalt genießen.

Rezept-Hinweise

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Zur Frittata schmeckt ein Chardonnay. Er duftet nach reifem Apfel und frischer Brotkruste. Sein üppiger konzentrierter Abgang harmoniert und ergänzt sich mit dem Geschmack der Fittata mit Feigen.
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Nährwerte

Kalorien: 419 kcal | Kohlenhydrate: 17 g | Protein: 24 g | Fett (gesamt): 30 g | ges. Fettsäuren: 8 g | mehrfach unges. Fettsäuren: 3 g | einfach unges. Fettsäuren: 16 g | Cholesterin: 9 mg | Natrium: 558 mg | Kalium: 465 mg | Ballaststoffe: 3 g | Zucker: 15 g

Umweltverträglichkeit

 

frittata di fichi acerbi

 

gemuesefahne_55Je nach Region tragen die Feigenbäume in Italien oft zweimal im Jahr Früchte, meist im Juni und im September. Wie bei allem Baumobst schaffen es nicht immer alle Früchte, am Baum voll auszureifen – einige fallen auch schon vorher als Fallobst herunter. Diese noch unreifen Feigen (it.: fichi acerbi) benutzt man dann für Gerichte wie unser Omelett. Unreife Feigen sind bei uns schwer bis gar nicht zu bekommen – nur wer selbst in Deutschland einen Feigenbaum besitzt, kommt (gezwungenermaßen) an unreife Feigen (und wird in den seltesten Fällen reife Früchte ernten können). In Deutschland gelangen Feigen meist erst Ende August / Anfang September in den Handel, und dann sind es meist die violetten Feigen (grüne Feigen bekommt man kaum) und zudem sind sie nur bedingt reif: eine reife Feige muss eigentlich so vollreif sein, dass sie am nächsten Tag schon gar nicht mehr verkauft werden könnte, und solche Feigen kann man logischerweise nur schwer von Süd- nach Nordeuropa transportieren. Dieser geographische Nachteil ist aber im Falle der Frittata di fichi acerbi ein Vorteil, denn angesichts der geringen Süße und des geringen Fruchtsafts können wir die hier angebotenen Feigen wunderbar für unser Gericht benutzen – auch wenn das Originalrezept eigentlich mit unreifen kleineren grünen Feigen gekocht wird.

 

fichi acerbi
Das wären eigentlich die richtigen Feigen: grün und noch klein und unreif

Bildinfo

File URL: https://p0.pikist.com/photos/422/211/unripe-figs-harvest-green-culinary-arts-garden-figs-fruit-foodstuffs.jpg
Attribution: Public Domain

Authentisch-Italienisch-Kochen.de

 

gemuesefahne_55Das Basisrezept enthält eigentlich nur Feigen, Eier, Zwiebel und Gewürze. Die Zugabe von etwas angedünstetem Knoblauch und Parmesan ist fakultativ, rundet aber den Geschmack lecker ab. Manchmal wird zusätzlich auch noch etwas Pancetta mit angebraten.

 

gemuesefahne_55Eine Variante, bei der das Ei auf eine andere Art verarbeitet wird, ist folgende: Die Feigenscheiben werden zunächst durch Weizenmehl, dann verquirltes Ei und schließlich durch Paniermehl gezogen, um anschließend in der Pfanne gebraten zu werden. Auch sehr lecker!

 

gemuesefahne_55Dass Fallobst in Form unreifer Feigen nicht weggeschmissen wird, sondern sinnvoll genutzt wird, ist typisch für die Cucina povera, der dieses Rezept entstammt. Schließlich konnte man, als in Italien Lebensmittel noch knapp waren, auch mit den unreifen Früchten noch etwas Leckeres kochen, wie diese Frittata zeigt.

 

gemuesefahne_55Die Kombination von Süß und Salzig, mit der die Frittata di fichi acerbi zur Gruppe der sogenannten agro-dolce-Gerichte gehört, ist durchaus nicht untypisch für Feigen. Auch mit rohem Schinken (z.B. als Prosciutto di San Daniele con fichi), Käse (z.B. als Mezze maniche ai fichi e ricotta) oder auch Wurst (z.B. Penne ai fichi e salsiccia) werden Feigen gerne kombiniert.

 

gemuesefahne_55Gegessen wird so eine Frittata als Antipasto oder Secondo oder auch als Piatto unico im Rahmen eines einfachen Mahls.

 

 

 

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