Gnocchi alla lariana

Aus dem Gebiet des Comer Sees, dem Lario, stammen die Gnocchi auf larianer Art, die nur Mehl und keine Kartoffeln enthalten und direkt - ohne vorheriges Formen - ins Kochwasser gegeben werden.

Gnocchi alla lariana

Gnocchi auf larianer Art
Gnocchi alla lariana
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Menüfolge Sonstige Primi
Küche Lombardei
Menge (Standard) 3 Portionen
Menge (anpassbar) 3 Portionen
Vorbereitungszeit 15 Minuten
Kochzeit 15 Minuten
Arbeitszeit gesamt 30 Minuten
Kalorien 573 kcal

Zutaten

Anleitung

  • Das Mehl in eine Schüssel geben und das Ei und schrittweise die Milch hinzufügen. Etwas Salz, Pfeffer und eine Prise Muskatnuss hinzugeben und alles zu einem relativ flüssigen Teig bearbeiten.
  • In einem Topf Wasser zum Kochen bringen, etwas Salz hinzufügen und dann mit zwei kleinen Espresso-Löffeln portionsweise den Teig in das Wasser geben. Dazu mit einem Löffelchen Teig aus der Schüssel entnehmen, durch Drehen des Löffelchens den Teig auf dem Löffel aufrollen und dann mit dem zweiten Löffelchen den Teig abkratzen und ins Wasser plumpsen lassen. Ungefähr 15 Minuten kochen lassen, bis die Gnocchi fertig sind.
  • Währenddessen die Frühlingszwiebel in dünne Scheiben und den Pancetta und den Robiola in kleine Würfel und schneiden.
  • Die Salbeiblätter können zerrupft werden, wenn man sie in der Sauce lassen will, aber meist nimmt man sie nach dem nachfolgenden Anbraten wieder heraus. Dann ist es praktischer sie ganz zu lassen.
  • Die Butter in einer Pfanne schmelzen, Knoblauch, Frühlingszwiebel und Salbei hinzufügen und ein paar Minuten anbraten. Die Knoblauchzehe darf dabei nicht zu braun werden. Dann die Knoblauchzehe - und ggf. den Salbei - entfernen.
  • Pancetta und Tomaten hinzufügen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und ca. 5 Minuten köcheln. Dann die Pfanne vom Herd nehmen.
  • Die Gnocchi abschütten, zusammen mit dem Robiola in die Pfanne mit dem Sugo geben, alles gut vermengen und servieren.

Nährwerte

Kalorien: 573 kcal | Kohlenhydrate: 65 g | Protein: 22 g | Fett (gesamt): 26 g | ges. Fettsäuren: 11 g | mehrfach unges. Fettsäuren: 2 g | einfach unges. Fettsäuren: 7 g | Cholesterin: 9 mg | Natrium: 360 mg | Kalium: 375 mg | Ballaststoffe: 5 g | Zucker: 5 g | Vitamin A: 973 IU | Vitamin C: 1 mg | Kalzium: 204 mg | Eisen: 1 mg

Meine Notizen

 

gnocchi alla lariana

 

gemuesefahne_55Einerseits sind die Gnocchi alla lariana eine Urform der Gnocchi, denn sie stammen aus der Zeit, in der Kartoffeln in Europa noch unbekannt waren, und enthalten folglich auch keine Kartoffeln, die heute in den meisten Gnocchi-Arten verarbeitet sind. Andererseits aber ist etwas fraglich, ob die Gnocchi alla lariana überhaupt Gnocchi sind, oder ob sie nicht eigentlich zu den Nudeln gehören. Die klassischen Nudelbestandteile sind bekanntlich Weizenmehl und Wasser, wobei letztes hier durch Milch ersetzt wird. Die Grenzen sind also fließend.

 

gemuesefahne_55Besonders an diesen Gnocchi ist auch ihre Zubereitung. Während bei den meisten anderen Gnocchi-Arten zunächst ein relativ fester Teig hergestellt wird, der dann portioniert und meist händisch in oft zylinderartige Klümpchen geformt wird, gibt man den Teig der Gnocchi alla lariana direkt, am besten mit zwei kleinen Espressolöffelchen, ins Kochwasser. Das Resultat sind dann etwas unregelmäßig geformte, aber trotzdem leckere Gnocchi.

 

gemuesefahne_55Als begleitende Sauce für die Gnocchi alla lariana wird meist unsere oben beschriebene Tomatensauce mit Pancetta und Robiola benutzt, doch auch mit einem Fleisch-Ragù isst man die Gnocchi gern. Sofern man die Möglichkeit hat, unter den Zutaten auswählen zu können, sollte es Pancetta tesa sein, eine nicht ganz so fetthaltige, aromatische Variante. Robiola ist auch nicht ganz einfach zu bekommen und kann zur Not durch Stracchino oder Crescenza ersetzt werden. Unter den vielen Robiola-Sorten wäre für Gnocchi alla lariana am passendsten der Robiola Montevecchia, der in gleichnamiger Gemeinde südlich des Comer Sees vornehmlich aus Kuhmilch[1] produziert wird.

 

gemuesefahne_55Über Gnocchi im Allgemeinen, ihre Geschichte, die verschiedenen Varianten usw. haben wir schon ausführlich in unserem Hauptartikel Gnocchi berichtet, auf den wir hier (um Doppelungen zu vermeiden) verweisen. Dort findest du auch Hinweise zur Aufbewahrung usw.

 

Hier findest du mehr Rezepte aus der Lombardei.

 

 

Fußnoten    (↵ zurück zum Text; ggf. geschlossenen Text zunächst öffnen)

  1. So (neben anderen) www.briviosalumi.it. Das Mischen mit Schafsmilch wird hingegen herausgestellt auf www.cookipedia.co.uk (allerdings wird dort auch fälschlicherweise Pavia als Produktionsort angegeben). (Letzte Zugriffe: 19.10.23)

Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 5. Januar 2024
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