Karden

Auch die Karden gehören zu den leicht bitteren Gemüsesorten, die man hier immer öfter auf gut sortierten Wochenmärkten ergattern kann. Ein Grund also, die cardi einmal vorzustellen.

 

karden

 

karde
Karde Cynara cardunculus

Bildinfo

Page URL: https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ACynara_cardunculus_006.JPG
File URL: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/96/Cynara_cardunculus_006.JPG
Attribution: Di H. Zell (Opera propria) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) o CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], attraverso Wikimedia Commons

Authentisch-Italienisch-Kochen.de

Die Karde (auch Kardone oder Cardy genannt) ist ein bei uns kaum bekanntes Gemüse, das jedoch im Mittelmeerraum durchaus verbreitet ist. Es existiert in wilder Form (Cynara cardunculus var. sylvestris), wird aber angesichts der Nutzung als Gemüse in zunehmendem Maße auch auf großer Fläche angebaut (Cynara cardunculus var. altilis). Verwandt ist es mit der Artischocke (Cynara scolymus): Sowohl die Blüte erinnert an diese als auch der Umstand, dass es unstachelige und stachelige Varianten (die Letzteren gelten als wohlschmeckender) gibt. Und beide enthalten den Bitterstoff Cynaropicrin, weshalb Karden nach der Ernte erst einmal bleichen müssen, um den bitteren Geschmack zu verlieren. Wie Artschocken reagieren auch Karden schnell an der Luft und werden bräunlich, weshalb man sie nach dem Putzen sofort in Zitronen- oder Essigwasser geben soll. Auch geschmacklich sollen sich Artischocken und Karden ähneln, was ich allerdings ehrlich gesagt nicht so gemerkt habe… Vielleicht liegt es daran, dass man ganz unterschiedliche Teile isst: Sind es bei den Artischocken die Blüten mit dem Artischockenherz bzw. -boden, so sind es bei den Karden die Stängel. Diese sehen ähnlich wie Staudensellerie aus, nur etwas heller (vom Bleichen) und pelziger. Übrigens werden angeblich die besten Karden als Cardo gobbo bei Nizza Monferrato im Piemont angebaut, die auch PAT-Status[1] haben. Wer mag, kann die Staudengewächse auch hier bei uns im eigenen Garten anbauen.[2] Und wer sie dann nicht essen mag, kann sie auch als Heilkraut[3] nutzen.

 

 

Hier alle Rezepte mit Karden auf A-I-K.de.

 

 

 

 

Fußnoten    (↵ zurück zum Text; ggf. geschlossenen Text zunächst öffnen)

  1. Vgl. https://it.wikipedia.org/wiki/Cardo_gobbo_di_Nizza_Monferrato (Letzter Zugriff: 22.02.2017)
  2. Vgl. http://www.gartenarbeit.tv/cardy-anbauen/ (Letzter Zugriff: 22.02.2017)
  3. Vgl. http://www.kraeuter-buch.de/kraeuter/Karde.html (Letzter Zugriff: 22.02.2017)

2 Gedanken zu “Karden

  • 21. März 2019 um 15:04
    Permalink

    Liebe Matta,
    das ist ja wohl die erfreulichste, spannenste, informativste Genussseite
    im WWW. Ich bin wirklich andauernd unterwegs und auf der Suche, aber
    Inhalt, Struktur und Vermittlung der Speisen und Rezepte ist einzigartig.
    Das wird meine Standardquelle für Hochgenuss!

    Antworten
    • 22. März 2019 um 12:20
      Permalink

      Danke schön, Sebastian. Das ist nett. Ich wünsche dir viel Hochgenuss!

      Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.