Matta

 

Hallo!

 

Ja, ich bin also Matta. Die, die diesen Blog macht. Glücklicherweise mit ein wenig verwandtschaftlicher Hilfe, vor allem von meinem Mann. Der mag wie ich italienische Küche und kennt sich mit der Computer-Technik ziemlich gut aus. Vor allem aber ist er italienischer Abstammung, so dass unsere Begeisterung für die italienische Küche auch von persönlichen Beziehungen nach Italien getragen wird. Aber wir werden euch trotzdem keine Gerichte alla zia Concetta (dt.: auf Art von Tante Concetta) präsentieren: Es soll zwar eine authentische Küche sein, die wir vorstellen möchten, doch die Rezepte sollen auch typisch, um nicht zu sagen repräsentativ für die italienische Küche sein, müssen also über den familiären Rahmen hinaus verbreitet sein. Diese Authentizität ist eines der Merkmale unseres Blogs, die anderen Ziele, die wir verfolgen und die man mit den Schlagworten Gesundheit, Hintergründe und Zeitökonomie umreißen könnte, beschreiben wir ausführlich auf unserer Seite Über diesen Blog.

 

Eigentlich wollte ich ja auch nicht den Blog sondern mich kurz vorstellen: Ich bin eine Frau in den besten Jahren (den 30ern 🙂 ), wohne mit Mann und Katze auf dem Lande nahe der Großstadt und verbringe meine Freizeit zum Teil mit Gartenarbeit, vor allem aber mit der Recherche nach Kochrezepten, deren Ausprobieren und Verschriftlichung im Blog. Außerdem arbeite ich auch noch in Teilzeit als Innenarchitektin.

 

Aber jetzt schreibe ich schon wieder über den Blog und nicht über mich. Zumindest über meinen Namen sollte ich noch schreiben, denn italienisch wahrgenommen ist er etwas befremdlich, wie schon einige Leserinnen festgestellt haben, und deshalb auch mein Motto:

Sono Matta e non sono matta

Was auf den ersten Blick wie eine Variation des surrealistischen Pfeifen-Satzes von René Magritte erscheint („Ich bin Matta und bin nicht matta“), ist in Wirklichkeit viel banaler: Getauft bin ich u.a. auf den Namen Mathilda. Ich will es mir jetzt nicht verscherzen mit meinen Leserinnen, die ebenso oder ähnlich heißen, aber ich persönlich habe nie verstanden, weshalb meine Eltern auf diesen Namen gekommen sind, zumal der zu Beginn der 80er Jahre auch nicht irgendwie populär war. Als Kind mochte ich den Namen nicht, da er altmodisch war, kein Mensch hieß so. Und als ich etwas älter wurde und herausbekam, dass der Name aus dem Althochdeutschen stammt und irgendwas mit Macht, Kampf, Kraft zu tun hat, war das ein Grund mehr, den Namen nicht zu mögen. Jedenfalls hatte ich schon von Kindheit an einen den ungeliebten Vornamen kaschierenden Spitznamen, und zwar wurde aus Mathilda kurz Matti, also auf -i endend, wie das bei Spitznamen üblich ist. Das blieb dann auch längere Zeit so, bis ich meinen damaligen italienischstämmigen Freund (und heutigen Ehemann) kennenlernte, der (des Italienischen kundig) meinte, Matti sei auf mich bezogen völlig falsch, denn erstens bedeute dieses Wort auf Italienisch „verrückt“, was ich definitiv nicht sei. Und zweitens sei es auf mich bezogen auch grammatikalisch falsch, nämlich im falschen Geschlecht (Genus: männlich) und in der falschen Zahl (Numerus: Mehrzahl). Richtig sei hingegen Matta (weiblich Einzahl). Wenn schon verrückt, dann wenigstens richtig verrückt. Und aus einem Bedürfnis nach grammatikalischer Korrektheit (und vielleicht auch aus dem Bedürfnis, einen eigenen Kosenamen für mich haben zu wollen, wie ich damals auf dem rosa-roten Wölkchen schwebend annahm), wurde ich dann zu Matta, und das bin ich geblieben – ich bin also Matta, und ich bin nicht verrückt! 🙂

Ich wünsche euch viel Spaß auf unserem Blog!

Matta

 

PS: Wer mehr über mich wissen möchte, kann gern mein Interview auf Germanfoodblogs lesen.

3 Gedanken zu “Matta

  • 27. März 2019 um 11:35
    Permalink

    Hallo Frau Mathilda,
    habe Ihr Rezept zu Farsumagru gelesen und kopiert. Wir werden es leicht abwandeln, z.B.
    statt Rinderhack Kalbshack nehmen. Aber sonst hat es unsere volle Zustimmung.
    Nun zu meinem Problem, meiner Frage:
    Bin 77 Jahre und früh x-mal in Italien gewesen. Bei einem Aufenthalt in Amalfi zu Ostern in
    den 55-iger Jahren habe ich in Blätter eingewickelte und gebackene Rosinen gegessen. Sie
    wurden als kleines Blätterpaket serviert. Haben Sie davon gehört, evtl. Ihre Familie?
    MfG, Peter Budde

    Antworten
    • 27. März 2019 um 18:51
      Permalink

      Hallo Herr Budde,
      falls da bei den Rosinen auch noch Pinienkerne dabei waren und die Blätter (zumindest teilweise) auch geschmort waren, könnten es vielleicht eine Variante von Scarole stufate gewesen sein?
      Viele Grüße
      Matta

      Antworten
  • 16. Juli 2019 um 17:01
    Permalink

    Es können „panacieddi“ aus Verbicaro, einem Bergdorf Im Nordwesten Kalabriens, gewesen sein. Verbicaro ist bekannt für seinen starken Rotwein und den „Zibibbo“, einen weißen Süßwein.
    Die Panacieddi sind kleine Päckchen aus Blättern der Zitronatzitrone („cedro“), die mit Rosinen der Zibibbo-Traube und kleinen Schalenstückchen des Cedro gefüllt sind.
    Die Herstellung ist sehr zeitaufwändig:
    Im Frühjahr werden Cistus-, Myrte- und Lentiskus-Sträucher sowie klebriger Alant (eine häufige, stark riechende Blütenpflanze)zu Asche verbrannt. Diese Asche wird nach der Traubenernte mit Wasser angerührt. Die Lauge wird zum Kochen gebracht und die Reben mit den Trauben, die zu 2-3 Meter langen Zöpfen gebunden werden, werden darin kurz eingetaucht, wodurch die Schale der Trauben kleine Risse bekommt und gleichzeitig desinfiziert wird.
    Danach werden die Trauben zum Trocknen an Gerüsten aufgehängt. Wenn sie zu Rosinen geworden sind, werden sie abgebeert und auf Schilfmatten nachgetrocknet, wo auch Früchte liegen, die beim Trocknen abgefallen sind.
    Im Oktober und November werden die Cedrosträucher zurückgeschnitten. Die größten und schönsten Blätter werden zu kleinen handgroßen Matten zusammengelegt, darauf kommt eine Mischung aus Rosinen und Stückchen von frischer Cedroschale, dann werden kleine Päckchen daraus geformt, mit einen Ginsterzweig zusammen gebunden und bei mäßiger Warme im Backofen, der mit Cedrozweigen und Rebschnitt beheizt wird, gebacken. Man wartet mit dem Öffnen und Genießen der Panacieddi meist bis Weihnachten

    Link zu youtube-Film:
    https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=2&cad=rja&uact=8&ved=2ahUKEwjF8OPzxLnjAhUJr6QKHbRABq4QwqsBMAF6BAgJEAQ&url=https%3A%2F%2Fwww.youtube.com%2Fwatch%3Fv%3DUJutERODUJ8&usg=AOvVaw1cNN5Ua8eOEfOKFz6AkYi-

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