Mondeghili

Die Frikadellen auf mailänder Art sind ein typisches Resteessen, da man in der Regel Fleischreste benutzt, doch auch mit Rindergehacktem schmecken sie aufgrund der vielen Zutaten sehr lecker.
mondeghili

Mondeghili

Frikadellen auf mailänder Art
Drucken
Zur Rezeptesammlung hinzufügen
Menge (anpassen) 36 Stück
Vorbereitungszeit 45 Minuten
Kochzeit 5 Minuten
Arbeitszeit gesamt 50 Minuten
Kalorien 55 kcal

Zutaten

  • 400 g Rindfleisch (gegart) - ersatzweise Rindergehacktes, s.u.
  • 100 g Luganega monzese - ersatzweise eine ähnliche Salsiccia
  • 100 g Mortadella - möglichst di fegato, s.u.
  • 2 Ei
  • 45 g Weizenbrot (altbacken) - z.B. 1 Brötchen
  • 125 ml Milch
  • 40 g Parmesan - vgl. Lebensmittelinfo-Seite Parmesan
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 2 EL Petersilie
  • 1 Prise Muskatnuss
  • 1 Prise Zimt
  • Salz
  • Pfeffer
  • 40 g Paniermehl
  • Olivenöl - zum Frittieren

Anleitung

  • Bei Nutzung von gekochtem Rindfleisch oder Resten eines Rinderbratens das Fleisch sehr fein hacken.
  • Weizenbrot in Milch einweichen.
  • Petersilie waschen und hacken, Parmesan reiben, Knoblauch hacken.
  • Von der Luganega die Haut abziehen und Wurst zusammen mit dem Fleisch oder ersatzweise Rindergehacktem vermengen.
  • Mortadella kleinschneiden und dann mit Pürierstab weiter zerkleinern, dann mit Fleischmasse vermengen.
  • Zur Fleischmasse Eier, gut ausgedrücktes Weizenbrot, Petersilie, Knoblauch, Parmesan, Muskatnuss und Zimt geben, gut vermengen und mir Salz und Pfeffer abschmecken.
  • Fleischmasse mit feuchten Händen zu Fleischbällchen mit ca. 3,5 cm Durchmesser formen, in Paniermehl wenden und in der Fritteuse bei 170 ° ein paar Minuten frittieren.

Nährwertangaben

Kalorien: 55 kcal | Kohlenhydrate: 2 g | Protein: 5 g | Fett (gesamt): 3 g | ges. Fettsäuren: 1 g | mehrfach unges. Fettsäuren: 0.2 g | einfach unges. Fettsäuren: 1 g | Cholesterin: 11 mg | Natrium: 80 mg | Kalium: 49 mg | Ballaststoffe: 0.2 g | Zucker: 0.3 g

 

mondeghili

 

gemuesefahne_55Bei den Mondeghili handelt es sich um Rindfleischfrikadellen, die mit frischer Schweinswurst, Mortadella, Parmesan und Gewürzen angereichert werden. Es sind die typischen Frikadellen Mailands, die allerdings dort wie in ganz Italien von der Größe her deutlich kleiner ausfallen als die Frikadellen in Deutschland.

 

gemuesefahne_55Wir veröffentlichen in unserem Rezept die traditionelle Version der Mondeghili, die reichhaltiger ist als das, was man manchmal unter diesem Namen angeboten bekommt und dann leider nur aus Hackfleisch, Brötchen, Paniermehl und Petersilie besteht. Auf der Strecke geblieben ist dann das Besondere der Mondeghili, wie z.B. der Aspekt der Resteverwertung: Ersatzweise kann man natürlich auch Rindergehacktes benutzen, doch eigentlich nimmt man Fleischreste in Form von bereits gekochtem Rindfleisch oder die Reste eines Rinderbratens. Dadurch werden nicht nur Reste sinnvoll verwertet, sondern dass das Fleisch schon zuvor gegart wurde, hat zur Folge, dass die Frikadellen sehr leicht und „fluffig“ werden. Besonders ist auch die Mortadella, denn eigentlich benutzt man gekochte Mortadella mit Schweineleber (mortadella di fegato cotta) und nicht die typische bologneser Mortadella. Zu dieser kann man als Ersatz natürlich greifen, doch die Mortadella di fegato enthält neben magerem Schweinefleisch und Pancetta eben auch noch Schweineleber, was der Wurst einen besonderen Geschmack verleiht. Und schließlich die beigefügte Schweinswurst: Eine möglichst nicht mit Fenchel oder Peperoncino aromatisierte Salsiccia ist als Alternative auch möglich, doch am besten passt eine Luganega monzese als Schweinswurst.

 

gemuesefahne_55Gegessen werden können die Mondeghili als Antipasto oder vor allem als Secondo (vorzugsweise begleitet von einem grünen Salat), wobei ca. 6 Stück eine Portion ergeben. Und wenn der Appetit nicht so groß ist, kein Problem: Mondeghili lassen sich gut auf Vorrat produzieren und einfrieren.

 

gemuesefahne_55Dem Kenner italienischer Wurstwaren wird aufgefallen sein, dass es sich bei den Mondeghili eigentlich um polpette handelt, wie man (Fleisch-) Frikadellen in Italien nennt. In Mailand versteht man unter polpette allerdings eher involtini, also Rouladen. Polplette di verza sind bspw. mit Hackfleisch gefüllte Wirsingrouladen. Statt als polpette bezeichnet man in Mailand also Frikadellen als mondeghili, wobei dieser Name letztlich ein Relikt der spanischen Herrschaft über Mailand ist, die von 1535-1714 dauerte: albondiga ist die spanische Bezeichnung für Frikadelle, wobei sich das Wort im Laufe der Zeit über albondeguito und albondeghito zu mondeghilo veränderte.

 

Hier findest du mehr Rezepte aus der Lombardei.

 

 

Mondeghili
Frikadellen auf mailänder Art


Nährwertangaben ohne das Olivenöl zum Frittieren.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Rezept-Bewertung