Pere al vino rosso

Nicht so hübsch anzusehen, doch sehr lecker! Die Rotweinbirnen werden besonders im Piemont und im Aostatal gern als Dessert genossen. In Rotwein geköchelt schmecken die Birnen mit ihrem Sirup himmlisch.

Pere al vino rosso

Rotweinbirnen
pere al vino rosso
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Menge (Standard) 4 Portionen
Menge (anpassbar) 4 Portionen
Vorbereitungszeit 10 Minuten
Kochzeit 45 Minuten
Arbeitszeit gesamt 55 Minuten
Kalorien 287 kcal

Zutaten

  • 4 Birnen möglichst kleine Martin Sec; wenn übliche Handelsware, dann nur 2 Stk. z.B. Williams Christ
  • 500 ml Rotwein ca.
  • 125 g Zucker
  • 2 Gewürznelken

Anleitung

  • Die gewaschenen Birnen im Ganzen oder halbiert und entkernt in einen Topf geben, der so dimensioniert sein sollte, dass die Birnen gerade nebeneinander Platz haben.
  • Den Zucker darüberstreuen und die Gewürznelken hinzufügen.
  • So viel Rotwein in den Topf geben, dass die Birnen etwa zu drei Vierteln bedeckt sind.
  • Bei niedriger Hitze 30 bis 60 Minuten kochen. Die Birnen ab und zu wenden. Die genaue Kochzeit hängt vom Reifegrad der Birnen und deren Größe ab - evtl. mit einem Zahnstocher einstechen und Festigkeit testen.
  • Das weitere Procedere hängt von der Menge des benutzten Weins ab: Ist dieser bereits leicht sirupartig eingedickt, wenn die Birnen gar sind, dann ist das Dessert fertig gekocht. Ist dies noch nicht der Fall, die Birnen entnehmen und den Wein bei leicht erhöhter Hitze köcheln, bis er eingedickt ist. In jedem Fall die Gewürznelken entfernen.
  • Dann die Birnen zurück in den Topf geben und in der Sauce erkalten lassen.
  • Die Birnen auf Portionsteller geben und mit der eingedickten Sauce übergossen servieren.

Nährwerte

Kalorien: 287 kcal | Kohlenhydrate: 47 g | Protein: 1 g | Fett (gesamt): 0.3 g | ges. Fettsäuren: 0.3 g | mehrfach unges. Fettsäuren: 0.1 g | einfach unges. Fettsäuren: 0.1 g | Natrium: 7 mg | Kalium: 203 mg | Ballaststoffe: 3 g | Zucker: 42 g | Vitamin C: 5 mg | Kalzium: 10 mg | Eisen: 2 mg

Meine Notizen

 

Pere al vino rosso

 

martin sec
Illustration von 1894

Bildinfo

Page URL: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Trockener_Martin_1894.jpg
File URL: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/a3/Trockener_Martin_1894.jpg
Attribution: Goethe, Degenkolb, Mertens, Public domain, via Wikimedia Commons

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gemuesefahne_55Als Birne benutzt man für Pere al vino rosso am besten solche der Sorte Martin Sec. Sie ist sehr klein und hat eine rost-gelbe bis rötliche Schale. Roh ist sie kaum genießbar, da sie eben trocken (franz.: sec) ist, doch gekocht gilt sie als eine der leckersten Birnen überhaupt. Der zweite Namensbestandteil Martin scheint daher zu rühren, dass sie ungefähr von Mitte Oktober bis zum Martinstag (11.11.) geerntet wird. In Italien wird sie besonders im Piemont (dort in der Provinz Cuneo) und im Aostatal (um Saint-Vincent herum) angebaut. Erstmals beschrieben hat sie wohl 1530 der Franzose André Leroy. Leider ist die Martin Sec anfällig für die Pflanzenkrankheit Schorf, was ihren kommerziellen Anbau hemmt. In Deutschland, wo sie Trockener Martin genannt wird, wird sie kaum noch kultiviert und ist heutzutage wohl meist nur noch auf Streuobstwiesen anzutreffen. Zu ihrem Schutz hat Slow Food sie in die Arca del Gusto, die Liste der schützenswerten traditionellen Lebensmittel, aufgenommen. Im Piemont ist sie auch als PAT-Produkt registriert. Als Ersatz eignet sich u.E. die Williams Christ gut.

 

gemuesefahne_55Auch bei den Pere al vino rosso gibt es Zubereitungsvarianten. Statt im Topf auf dem Herd kann man auch – mit etwa gleicher Dauer – im Ofen bei 180 ° garen. Manchmal wird neben den Gewürznelken noch etwas Zimt hinzugegeben, sehr selten werden die Rotweinbirnen zusätzlich mit Schlagsahne serviert. Am unterschiedlichsten ist aber die Behandlung der Birnen: Von ganzen Birnen mit Stil bis hin zu geschälten und zerteilten Birnen ist alles möglich. Da sich während des Garens das Fruchtwasser der Birnen mit dem Wein verbindet, scheint es uns sinnvoll, die Birnen anzuschneiden und zu entkernen. Wir haben sie allerdings nur halbiert und nicht weiter zerkleinert, damit sie ihre Form behalten.

 

gemuesefahne_55Dass das Rezept schon lange im Nordosten Italiens bekannt ist, bezeugt bspw. Giovanni Vialardi, Koch am Hof der Savoyer in Turin, der es 1854 in seinem Trattato di cucina veröffentlichte. Vialardi benutzte allerdings Weißwein statt des heute gebräuchlichen Rotweins.

vialardi
Giovanni Vialardi:
Trattato di cucina, Pasticceria moderna, Credenza e relativa Confettureria
Turin 1854, S. 527

Bildinfo

Page URL: https://flippingbooks.comune.parma.it/Libri/VIALARDI-TRATTATO%20DI%20CUCINA/530/
Screenshot aus dem Exemplar der Biblioteca Gastronomica di Academia Barilla, Parma
Attribution: gemeinfrei

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Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 25. Februar 2024
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