Regionalküche Siziliens mit Rezepten

Sizilien war schon immer ein Schmelztiegel verschiedenster Kulturen, die ihre unterschiedlichen Zutaten und Kocharten auf die Insel mitgebrachten. Das Verdienst Siziliens besteht darin, diese Einflüsse nicht nur zu einer lokalen, sizilianischen Küche verarbeitet zu haben, sondern über Sizilien gelangte die Kenntnis dieser Neuerungen in andere Gebiete des heutigen Italiens. Das Süßen mittels Rohrzuckers oder der Reisanbau sind nur zwei Beispiele hierfür. Weitere Informationen zur Region Sizilien, seiner Regionalküche und viele Rezepte aus der Region findest du hier.

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Ätna
Blick von Cesarò über Bronte zum Ätna

 

Sizilien ist die größte Insel im Mittelmeer. Auf ihr leben 5 Mio. Menschen und verwaltungstechnisch ist sie in 9 Provinzen aufgeteilt. Sizilien ist eine sogenannte Autonome Region Italiens, was gegenüber normalen Regionen mit weitergehenden Selbstbestimmungsrechten verbunden ist. Das landschaftliche Profil entspricht weitgehend dem italienischen Durchschnitt. Im Hinterland von Catania, an der Südküste und teilweise im Westen bei Trapani gibt es einige Ebenen, doch sonst dominieren Hügel und bergige Landschaften, vor allem im Norden, wo der Höhenzug des Apennin sich fortsetzt und mit dem 3.300 m hohen Ätna einen letzten Höhepunkt bildet. Das Festland ist bei Messina lediglich 3 km von Sizilien entfernt. Leider ist Sizilien noch immer eine ziemlich arme Region: Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf beträgt nur 65 % des italienischen Durchschnitts und damit liegt Sizilien (vor Kalabrien und Kampanien) auf dem drittletzten Platz.[1]

 

Sizilien gehört kulturhistorisch nicht nur was die Küche anbelangt (wie wir unten sehen werden) zu den herausragenden Regionen Italiens. Architektonisch bedeutsame Zeugnisse stammen vor allem aus der Zeit der Griechen, Römer, Araber, Normannen und Staufer und aus dem Barock. Als bedeutende Schriftsteller der moderneren Literatur sind Giovanni Verga, Luigi Pirandello, Leonardo Sciascia und vielleicht Andrea Camilleri zu nennen, der übrigens nicht nur Kriminalromane schreibt, durch die er dem Leser die sizilianische Küche näher zu bringen versucht. Bedeutende sizilianische bildende Künstler waren vor allem die Maler Antonello da Messina (im 15. Jh.) und Renato Guttuso (im 20. Jh.). Und auch die Oper wurde beeinflusst durch das Werk von zwei Sizilianern, nämlich Alessandro Scarlatti und Vincenzo Bellini, wobei des Letzteren Oper Norma namensgebend für ein köstliches Nudel-Auberginen-Gericht wurde.

 

Wappen der Region Sizilien
Die dreibeinige Trinacria ist das Symbol Siziliens.
Hinweis: Dies ist keine Seite der Region Sizilien, sondern die Abbildung des Wappens dient nur zur Information.)

Bildinfo

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Doch neben einzelnen Gerichten, von denen ich unten noch weitere vorstellen werde, liegt die Bedeutung der sizilianischen Küche eher in dem Verdienst, aus anderen Kulturkreisen stammende Zutaten und Kochweisen aufgenommen und weiterentwickelt zu haben, vor allem aber auch dem restlichen Italien erschlossen zu haben. Viele Dinge, die heute aus der Küche Gesamtitaliens nicht wegzudenken sind, hatten ihren Ausgangspunkt in Sizilien. Denken wir nur beispielhaft an Zitrusfrüchte oder auch an Rohrzucker.

 

selinunte
Tempel E in Selinunt (TR)
Selinunt war eine Gründung dorischer Griechen im 7. Jh. v.Chr. Es war eine wohlhabende Stadt, wovon der große Tempelbezirk zeugt. Der Tempel E, der vielleicht der Hera oder dem Dionysos geweiht war, ist ein klassischer Tempel, der jedoch in dieser Form die Zeit nicht überdauert hat und erst 1956 wiederaufgebaut wurde.

 

Die frühesten gesicherten Zeugnisse für die sizilianische Küche stammen aus der Zeit der Phönizier, die ab dem 9. Jh. v.Chr. auf Sizilien Handelsstützpunkte einrichteten. Gesichert ist, dass sie nach Sizilien die Mandeln einführten und dort heimisch machten. Mehr Kenntnis haben wir aus griechischer Zeit, genauer gesagt aus der Zeit Magna Graecias, als ab dem 8. Jh. v.Chr. in Süditalien griechische Siedlungen entstanden. Mit den Griechen gelangen Wein, Olivenöl, Weizenbrot und Käse erstmals nach Italien. Ein normales Essen bestand aus Brot, dem sogenannten Zubrot (Fisch, Fleisch oder Gemüse), was man mit den Händen aß (Besteck war noch unbekannt) – und Wein. Viele Griechen in Magna Graecia waren mit Lebensmitteln Handel treibende Kaufleute, die natürlich auch selbst gerne aßen und üppige Bankette veranstalteten. Syrakus auf Sizilien war damals die kulinarische Metropole, der Ort, wo man es am tollsten trieb. Doch das übermäßige Essen stieß schon damals auf Kritik: Bespielsweise Platon kritisierte das im damaligen Sizilien in der reichen Oberschicht verbreitete Sichvollstopfen im Übermaß.

 

piazza armerina
Bankett zu römischer Zeit
Detail des Fußbodenmosaiks aus dem Saal der kleinen Jagd; 4. Jh. n.Chr.
Villa romana di Casale, Piazza Armerina (EN)
Im Zentrum eines ansonsten mit Jagdmotiven geschmückten Raums findet am Feuer das Garen eines erlegten Wildtieres statt, dem die Herrschaft unter einem Sonnensegel beiwohnt, während Diener Amphoren, Gläser und anderes herbeischaffen.

 

Koch- und Esskunst in römischer Zeit war natürlich nicht nur in Sizilien erfahrbar, sondern im gesamten Imperium Romanum, wenngleich Sizilien insofern eine Sonderstellung hatte, als es die Kornkammer des Reichs war. Die Römer knüpften an der in Süditalien entstandenen griechischen Küche an und entwickelten sie fort. Dies gilt einerseits für die Essgewohnheiten der Oberschicht, die sich nicht mehr mit üppigen Banketten zufrieden gab, sondern dekadente Orgien bevorzugte, andererseits aber auch für Neuerungen: Das damalige riesige römische Reich umfasste sehr unterschiedliche, zum Teil weit von Rom entfernt liegende Landstriche, in denen es natürlich auch andere Lebensmittel gab als in Rom. Artischocken waren bereits bekannt und man lernte beispielsweise Kirschen und Pfirsiche kennen und kultivierte sie. Andere Lebensmittel wie z.B. gestopfte Gänseleber, für die Gänse aus Frankreich importiert wurden, eigneten sich eher für den demonstrativen Genuss reicher Römer. Denn der normale Römer ernährte sich vorwiegend von Puls, einer Breispeise aus Dinkel oder Kichererbsen, und Fleisch gab es selten. Als Gemüse aß man oft Hülsenfrüchte.

 

asaroton
Asaroton
2. Jh. n. Chr.; aus einer Villa auf dem Aventin in Rom; Rom (Vatikanische Museen)
Asaroton bedeutet auf Griechisch ungefegt und meint einen ungefegten, von Speiseresten übersäten Boden, wie das Mosaik ihn zeigt. Sosos von Pergamon erfand im 2. Jh. n. Chr. diesen Bildtypus, der damals oft kopiert wurde. Reiche Villenbesitzer ließen sich solche Motive als Fußböden in ihre Speisesäle legen, vielleicht um den Luxus üppiger Gastmahle zu dokumentieren. Bemerkenswert ist die relativ naturalistische Darstellung, die durch die Schlagschatten der Gegenstände gesteigert wird.

 

Vom 5. bis 9. Jahrhundert stand Sizilien unter der Herrschaft von Byzanz. Kulinarisch scheint sich dies darin niedergeschlagen zu haben, dass süß-saure Speisen in Sizilien populär wurden[2] und es bis heute (z. B. als Caponata siciliana, allerdings mit anderen Zutaten) noch sind. Auch die in der Folge für die sizilianische Küche wichtige Aubergine ist den Byzantiner bereits bekannt gewesen und wurde von diesen oder den nachfolgenden Arabern in Sizilien eingeführt.

 

san giovanni degli emrimiti
San Giovanni degli Eremiti, Palermo
Aus der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts stammt diese Kirche in Palermo. Damit ist sie eindeutig eine Kirchengründung aus normannischer Zeit. Doch die Baugeschichte ist komplizierter: Auf einem eventuell ursprünglich dem Hermes geweihten Heiligtum aus antiker Zeit stand vermutlich in frühchristlicher Zeit ein christliches Kloster, das zur Zeit der arabischen Besetzung einer Moschee weichen musste. Diese wiederum musste zu Beginn der normannischen Herrschaft auf Sizilien einem Kloster Platz machen, von dem heute nur noch diese kleine Kirche und ein Kreuzgang erhalten sind. Beachtenswert ist jedoch, dass man man nicht nur Teile der arabischen Anlage in den Klosterbezirk integrierte, sondern an der Kirche auch vom Baustil her arabische Einflüsse eindeutig erkennbar sind.

 

Die Herrschaft der Araber über Sizilien, die vom 9. bis 11. Jahrhundert dauerte, war jedoch im Vergleich zur byzantinischen Periode ungleich folgenreicher, denn sie „brachten den Inselbewohnern Aprikosen, Zitrusfrüchte, Melonen, Zucker, Reis, Safran, Sultaninen, Muskatnuss, Gewürznelken, Pfeffer und Zimt, den duftenden Jasmin, den Feigenbaum und den Johannisbrotbaum“.[3] Ergänzend zu nennen wären Marzipan oder auch Kaktusfeigen. All dies sind wesentliche Zutaten der heutigen Cucina italiana, und diese blieben natürlich nicht auf Sizilien, sondern fanden über die Insel den Weg aufs Festland, in die anderen Teile des heutigen Italien. Aber Sizilien war nicht nur insofern Impulsgeber, sondern die Einführung neuer Produkte hatte natürlich auch gravierende Folgen für die Insel selbst, da diese Produkte nun angebaut und heimisch gemacht wurden und die Landschaft entsprechend veränderten.

 

Kreuzgang des Doms von Monreale (PA)
Auf Veranlassung des Normannen-Königs Wilhelm II. wurden ab 1174 auf einem Berg über Palermo ein Königspalast und ein Bischofspalast zusammen mit einem Benediktiner-Kloster angelegt. Nur von Letzterem ist noch etwas erhalten, und zwar der Dom und der Kreuzgang. Dieser ist quadratisch angelegt und wird von 228 Doppelsäulen begrenzt. Die Säulen sind durch Cosmaten-Mosaike, Kanelluren und vor allem Kapitelle mit ornamentalen und figürlichen Szenen geschmückt. Bemerkenswert ist der Einfluß des arabischen Erbes in Form der arabischen Spitzbögen (im Bild links gut zu erkennen), die von den Doppelsäulen getragen werden.

 

Die normannisch-staufische Zeit des 11. bis 13. Jahrhunderts ist nicht unbedingt durch neue Produkte oder neue Zubereitungsweisen gekennzeichnet, sieht man einmal von der zunehmenden Verbreitung von Fleischgerichten ab. Neu waren hingegen zwei Dinge: Erstens bildeten sich mit den Klöstern Orte heraus, an denen Interesse am Kochen und die dafür notwendige Muße existierten, in deren Folge dann dort auch tatsächlich neue Speisen entstanden, die wohl primär für die aristokratische Oberschicht bestimmt waren. Als Beispiel seien genannt die Cassata, deren Frühform im Konvent der Martorana in Palermo kreiert worden sein soll, oder auch der Sfincione alla palermitana, der angeblich von den Nonnen des Klosters San Vito in Palermo erfunden wurde. Einschränkend ist hinzuzufügen, dass eine solche genussbejahende Klosterküche natürlich mit Fastengeboten und Appellen zum Maßhalten in Konflikt stand. Zweitens intensivierten die selbst aus dem Norden stammenden Normannen und Staufer den Fernhandel. Illustriert sei dies am Beispiel des Salzes. Schon in der Antike wurde im Umland von Trapani im Westen der Insel Meersalz gewonnen und gehandelt. In normannisch-staufischer Zeit wurde es dann aber bis nach Norwegen exportiert, wo Kabeljau und Dorsch eingesalzen und dann als Baccalà wiederum nach Italien exportiert wurden, und insbesondere in Sizilien ist Baccalà bis heute eine geschätzte Delikatesse.

 

trapani
Salzgewinnung in den Salinen bei Trapani

 

Während der lange (nämlich vom 13. bis 18. Jahrhundert) währenden spanischen Herrschaft über Sizilien gelangten mit den Spaniern all solche Produkte auf die Insel, die die Spanier ihrerseits in Amerika kennengelernt hatte. Darunter waren nicht nur Kakao bzw. Schokolade und Bisquitteig (it.: Pan di Spagna), durch die die Cassata ihre noch heute gültige Gestalt bekam, sondern vor allem auch Tomaten (und nebenbei auch Paprika, Kartoffeln und Mais). Zunächst nur als Zierpflanze wahrgenommen, wurde die Tomate (it.: pomodoro von pomo d’oro, dt.: goldener Apfel) ab dem 18. Jahrhundert in Italien auch verspeist und damit begann ihre Karriere als heute wohl wichtigste Zutat der italienischen Küche. Doch nicht nur neue Produkte bekannt gemacht zu haben, ist das Verdienst der Aragonesen, auch einige neue Gericht wie bspw. das Fleischgericht Farsumagru entstanden in dieser Epoche.

 

Castellammare del Golfo (TR)
Castellammare del Golfo (TR)

 

Was nun typische Gerichte Siziliens anbelangt, so beginne ich ausnahmsweise einmal mit dem letzten Gang, den Desserts. Denn charakteristisch ist sicherlich die Vielzahl der Dolci, die Sizilien aufzuweisen hat. Dies gilt für einfaches Gebäck, das teilweise aus den Klosterküchen stammt und für irgendeinen Heiligen angefertigt wurde (man denke z.B. an die Biscotti di San Martino, das Allerseelengebäck Ossa di morto oder die Sfici di San Giuseppe) genau so wie für aufwendige Torten, die für hohe Festtage hergestellt wurden. Das hier bedeutendste Beispiel ist sicherlich die schon oben erwähnte Cassata, die ursprünglich zu Ostern gemacht wurde. Zum gleichen Fest wurden Cannoli gerollt und ebenfalls mit gezuckertem Ricotta sowie kandierten Früchten gefüllt. Gezuckerten Ricotta als ein wichtiges arabisches Vermächtnis enthalten auch die Dolci, die zu Ehren der beiden wichtigsten Heiligen der Ostküste hergestellt werden, nämlich die Minne di Sant’Agata (wahlweise mit Bisquitteig oder mit Mürbeteig) und Cuccia. Erfrischend angesichts der sommerlichen Hitze sind die typisch sizilianische Wassermelonensüßspeise Gelo di anguria, vor allem aber die zahlreichen Granite: eine Art Sorbet, das aus dem Saft von Zitrusfrüchten (z.B. Granita di limone), pürierten Früchten oder auch Espresso-Kaffee gemacht wird. Und so besteht ein gutes sizilianisches Frühstück im Sommer aus einer aufgeschnittenen und mit Granita gefüllten Brioche (einem süßen Hefegebäck)! Von der Granita zum Speiseeis ist es nicht mehr weit – dass angesichts der sommerlichen Temperaturen viel Eis geschleckt wird, versteht sich selbstredend, wobei vielleicht aufgrund des lokalen Anbaus bzw. der lokalen Herstellung die Geschmacksrichtungen Pistazie (Gelato al pistacchio), Mandel (Gelato alla mandorla) und Schokolade (aufgrund der Schokoladen-Produktion in Modica, wo allerdings primär Bitterschokolade hergestellt wird) besonders typisch sind.

 

monti sicani
Landschaft in den Monti Sicani bei Caltabellotta (AG)

 

Vom Dessert zurück zu den anderen Gängen der Speisefolge – um hier Typisches aufzuzeigen, erscheint sinnvoll, sich zunächst zu vergegenwärtigen, was die charakteristischen Produkte der Region sind: Orangen und Zitronen, Artischocken und Auberginen, Pistazien und Kapern, um nur einige zu nennen. Diese Zutaten ziehen sich denn auch durch die Menüfolge und tauchen als Antipasto, Primo oder als Beilage in verschiedenen Gängen auf. Nehmen wir als Beispiel die Orange: Als Antipasto spielt sie im Insalata di arance eine Hauptrolle, doch auch der Risotto all’arancia ist von ihr geprägt. Die Liebe der Sizilianer zur Orange geht sogar so weit, dass ein weiteres Reisgericht, die Arancini di riso, nach ihr benannt ist, obwohl nur die äußere Form einer Orange ähnelt, die Frucht jedoch als Zutat nicht enthalten ist. Ein weiteres Beispiel: Die PistazieVgl. ausführliche, bebilderte Lebenmittelinfo-Seite Pistazien. Die auf Sizilien am Fuße des Ätnas angebauten Pistazien werden sehr gerühmt, und so sind sie denn Zutat für zahlreiche Gerichte. Sie sind z.B. die Basis für das Pesto al pistacchio, welches man für Crostini al pesto di pistacchi (als Antipasto) oder als Nudelsauce für Pasta al pesto di pistacchi (als Primo) benutzt. Ein weiteres leckeres Nudelgericht ist Pasta ai pistacchi e panna (mit Sahne und Brandy). Als Primo bereitet man mit Pistazien jedoch nicht nur Nudelgerichte zu, sondern auch Reisgerichte, z.B. Risotto al pistacchio. Und auch bei Fleischgerichten setzt man durch die Pistazie eine besondere Note z.B. bei den Costolette di agnello al pistacchio oder bei den Scaloppine di vitello al pistacchio. Möchte man das Menü mit einem Pistazien-Dessert abschließen, so kann man dies beispielsweise mit einem Gelato al pistacchio, mit verschiedenen Pistazienplätzchen (Pasticcini morbidi, Biscotti oder Mazaresi) odr auch einer Pistazientorte tun.

 

prizzi
Stadtbild von Prizzi (PA)

 

Neben den bereits genannten typischen Speisen Siziliens seien noch kurz einige weitere wichtige genannt. Der typischste Antipasto ist vermutlich Caponata, ein süß-saures (byzantinischer Einfluss!) Gemüse. Gemüse wie Tomaten oder Paprika werden auch gerne gefüllt, etwa als Peperoni ripieni alla palermitana. Oder Gemüse wird überbacken, wie z.B. Carciofi gratinati (gratinierte Artischocken). Oder Gemüse wird frittiert, z.B. als Carciofi fritti (frittierte Artischocken) oder als Variante Carciofi fritti in pastella (frittierte Artischocken im Teigmantel) oder als Panelle, ein beliebtes Streetfood, das aus frittierten Kichererbsenfladen besteht. Die Primi sind zumeist Nudelgerichte. Berühmt ist die schon oben genannte Pasta alla Norma, ein Nudelgericht mit einer Tomaten-Auberginensauce zu Ehren Vincenzo Bellinis. Tomaten und Auberginen bedarf es auch für Pasta con la ricotta fresca, zu denen hier jedoch noch Ricotta kommt – Nudeln mit Ricotta zu kombinieren ist ebenfalls typisch für die sizlianische Küche. Als eine besondere Nudel-Variante ist auch Couscous zu erwähnen, der besonders im Westen der Insel gern gegessen wird, etwa als Couscous alla trapanese. Von dort stammen auch die Busiate al pesto alla trapanese, die ein typisches Sommergericht sind. Neben Nudeln haben sich aber aus dem Zeitraum von der arabischen Herrschaft bis zum Risorgimento, als in Sizilien in größerem Umfang Reis angebaut wurde, auch einige Reisgerichte erhalten. Zusätzlich zu den bereits genannten ist vielleicht der Risotto ai ricci di mare (Risotto mit Seeigeln) zu erwähnen.

 

marionettentheater
Zur sizilianischen Volkskunst gehört das Marionettentheater, das seit dem Mittelalter gepflegt wird.

 

Fisch spielt denn bei einer Insel mit ca. 1.100 km Küste bei den Secondi eine große Rolle. Je nach Fischvorkommen gibt es lokale Schwerpunkte: Im Westen wird viel Thunfisch (it.: tonno) gefangen und gegessen. Besonders beliebt ist Bottarga (Thunfischrogen). In der Straße von Messina tummeln sich hingegen viele SchwertfischeVgl. ausführliche, bebilderte Lebenmittelinfo-Seite Schwertfisch (it.: pesce spada), den man z.B. gern als Pesce spada in salmoriglio (gegrillt), als Pesce spada alla ghiotta (mit Gemüsesauce), als Involtini di pesce spada (Schwertfischröllchen) oder auch mit Nudeln als Pasta con pesce spada isst. Den dritten wichtigen Fisch Siziliens, die Sardine, gibt es z.B. als Sarde a beccafico (gefüllte Sardinen) nach verschiedenen Rezepten auf der ganzen Insel. Verschiedene Brassenarten und ebenso unterschiedliche Tintenfischarten (Kalmare, Kraken, Seppie, Seppioline) sind weitere wichtige Meeresfische. Unter den Fleischgerichten sind neben den schon oben genannten Gerichten mit Pistazien und Farsumagru, dem wichtigsten Fleischgericht Siziliens, noch hervorzuheben die Scaloppine di vitello al marsala (mit dem gleichnamigen Likörwein aus dem Westen der Insel aromatisierte Kalbsschnitzel), das Bistecca alla palermitana (Steak mit den typischen Sardellen und Kapern) oder Pollo alla messinese (Huhn mit Thunfisch). An beiden letztgenannten Gerichten kann man sehen, dass auch die Kombination von Fleisch und Fisch in der sizilianischen Küche häufiger vorkommt. Aus dem Käseangebot ragen schließlich zunächst vier mit dem DOP-Prädikat ausgezeichnete Käsesorten heraus. Der Ragusano, der wichtigste Caciocavallo-Käse Siziliens, ist dabei der einzige Käse aus Kuhmilch, denn die anderen drei werden aus Schafsmilch hergestellt: Neben dem Pecorin sicilianoVgl. ausführliche, bebilderte Lebenmittelinfo-Seite Pecorino siciliano, dem klassischen Schafskäse, gibt es den Vastedda della Valle del Belice, der jedoch als Pasta-Filata-Käse produziert wird. Aus dem Landesinneren stammt der Piacentinu ennese, der mit Safran und schwarzen Pfefferkörnern aromatisiert wird. Nicht mit einem Qualitätssiegel ausgezeichnet, aber in der Küche Siziliens eine tragende Rolle einnehmend ist der Ricotta aus Schafsmilch, der Hauptbestandteil vieler Dolci ist.

 

Interessant zu wissen ist vielleicht noch, dass unter den verschiedenen Regionalküchen Italiens die sizilianische Küche auch bei Italienern äußerst beliebt ist. Von 81 % der Italiener, die mindestens einmal im Jahr zum gut Essen und Trinken (önogastronomischer Tourismus nennt man das) entsprechende Ziele in Italien aufsuchen, plädierten nach einer 2018 veröffentlichten Umfrage der Firma Nestlé hinsichtlich der Ziele eines solchen Tourismus 39 % für Sizilien, gefolgt von der Emilia-Romagna (33 %), Apulien, Kampanien und Toskana (je 29 %) und Kalabrien (23 %).[4]

 

Zur Vertiefung:
Lebensmittel-Museen in Sizilien
Kriminalromane aus Sizilien

 

 

Rezepte aus Sizilien
Tipps zum Filtern...
Reiskugeln
Arancini di riso
Sizilianische Reiskugeln
Diese sizilianischen Reiskugeln sind mit Ragù gefüllte, frittierte Reiskroketten, die ein Klassiker der sizilianischen Küche sind. Ihre orangenes Äußere erinnert an Orangen, daher der Name dieser beliebten Fastfood-Spezialität.
biscotti al pistacchio
Biscotti al pistacchio
Pistazienplätzchen
Diese Pistazienplätzchen werden mit Mehl gebacken und sind deshalb auch etwas knusprig nach dem Backen. Das Rezept stammt aus Bronte in Sizilien.
Biscotti di San Martino (Rasco)
Biscotti di San Martino (Rasco)
Sankt-Martins-Gebäck
Am 11. November isst man gern in Sizilien das Sankt-Martins-Gebäck. Die Biscotti di San Martino sind ein mit einer Creme aus Ricotta, Marsala und Puderzucker gefülltes Hefegebäck.
busiate al pesto alla trapanese
Busiate al pesto alla trapanese
Nudeln mit Pesto alla trapanese
Die Nudeln mit Pesto alla trapanese haben als Hauptzutat eine Sauce, die durch Zerkleinern von Tomaten, Mandeln und Basilikum entsteht und kalt zu Nudeln gegeben wird. Ein Sommergericht.
Cannoli siciliani
Ricottagefüllte Teigröllchen
Cannoli siciliani sind ricottagefüllte Teigröllchen, ein Highlight der sizilianischen Konditorskunst. Frittierte Teigröllchen werden mit gesüßtem Ricotta und kandierten Früchten gefüllt.
caponata siciliana
Caponata siciliana
Süßsaures Auberginengemüse
Eine klassische Vorspeise aus Sizilien ist das süßsaure Auberginengemüse, das zudem noch wunderbar auf Vorrat produzierbar ist. Es besteht aus Auberginen und anderem Gemüse.
Capretto agli agrumi al forno
Capretto agli agrumi al forno
Zicklein mit Zitrusfrüchten im Ofen gebacken
Ein Zicklein mit Zitrusfrüchten im Ofen gebacken schmeckt nicht nur zu Ostern lecker, wenn auch Zicklein zu den typischen Oster-Gerichten gehört.
cassata
Cassata siciliana
Sizilianische Ostertorte
Ein kulinarisches (und oft auch ästhetisches) Gesamtkunstwerk ist die sizilianische Ostertorte, bei der Biskuitteig, Ricotta, kandierte Früchte, Likör und oft auch Marzipan verarbeitet werden.
cassatine
Cassatine
Ricottatörtchen
Wie die klassische Torte Cassata siciliana werden auch die kleineren Ricottatörtchen gemacht, doch sie sind einfacher herzustellen und besser aufzubewahren.
costolette di agnello al pistacchio
Costolette di agnello al pistacchio
Lammkotelett mit Pistazien
Bei dem aus Sizilien stammenden Rezept werden die Lammkoteletts mit Pistazien gegrillt und mit einer Pistazien-Zitronen-Kruste überbacken.
crema d'arancia all'amara
Crema d'arancia all'Amara
Orangen-Creme mit Amara
Für die aus Sizilien stammende Orangen-Creme mit Amara werden neben Orangen und dem Bitter-Likör Amara v.a. Schlagsahne und Mascarpone benutzt.
crema di pistacchio
Crema di pistacchio
Süße Pistaziencreme
Süße Pistaziencreme ist eine gesüßte Creme auf Pistazienbasis, die man vor allem als Zutat für viele Süßspeisen braucht, die man aber auch als Brotaufstrich nutzen kann. Wir stellen verschiedene Varianten vor.
crostata di arance
Crostata di arance
Mürbeteig-Kuchen mit Orangen
Ein Mürbeteig-Kuchen mit Orangen ist die Crostata di arance. Der Kuchen aus Sizilien wird mit Orangenspalten und einer leckeren Creme bedeckt und hat eine Basis aus Mürbeteig.
crostini al pesto alla trapanese
Crostini al pesto alla trapanese
Crostini mit Pesto alla trapanese
Eine Abwandlung des Nudelgerichts sind die sizilianischen Crostini al pesto alla trapanese, bei denen das Pesto über geröstetes Brot gegeben wird.
crosstini al pesto di pistacchi
Crostini al pesto di pistacchi
Crostini mit Pistazien-Pesto
Die Crostini mit Pistazien-Pesto werden mit einem durch etwas Basilikum veredelten sizilianischen Pesto bestrichen, das den aromatischen Geschmack der Pistazien voll zum Ausdruck bringt.
Crostini con crema di peperoni e mandorle
Crostini con crema di peperoni e mandorle
Crostini mit Paprika-Mandel-Creme
Im Rezeptnamen Crostini mit Paprika-Mandel-Creme sind bereits die wichtigsten Zutaten der Creme genannt, mit der man gern geröstetes Brot bestreicht, die aber auch als Nudelsauce benutzt werden kann.
cuccia
Cuccìa
Weizen-Ricotta-Creme
Cuccìa ist eine in Syrakus gegessene süße Weizen-Ricotta-Creme, die in Erinnerung an die Errettung der Stadt im 17. Jahrhundert durch die Hl. Lucia zubereitet wird.
farsumagru
Farsumagru
Gefüllter Kalbsrollbraten
Ein ursprünglich aus Palermo stammender Festtagsbraten ist der gefüllte Kalbsrollbraten, bei dem eine große Kalbfleischroulade eine köstliche Füllung aus Ei, Käse, Gehacktem, Tomaten usw. verbirgt.
fichi d'india al marsala
Fichi d'india al marsala
Kaktusfeigen mit Marsala
Vielleicht etwas übertrieben mag es erscheinen, Kaktusfeigen mit Marsala ein eigenständiges Gericht zu nennen, doch so einfach die Zubereitung ist, ist doch die Kombination relativ ungewöhnlich.
Pistazieneis
Gelato al pistacchio
Pistazieneis
Ein Sahneeis mit Pistazien aus dem sizilianischen Bronte ist das Pistanzieneis. Aufgrund der verwendeten Zuckerarten ist es schön cremig und erfrischt nicht nur im Sommer.
gelo di anguria
Gelo di anguria
Wassermelonengelee
Ein erfrischendes Dessert aus Sizilien ist das gut gekühlt zu genießende Wassermelonengelee, das aus dem gezuckerten Saft von Wassermelonen vor allem zu Ferragosto und Santa Rosalia hergestellt wird.
granita di limone
Granita di limone
Zitronen-Granita
Eine Art sizilianisches Zitronen-Sorbet ist Zitronen-Granita - ein toller Durstlöscher für heiße Sommertage und zudem einfach herzustellen. Und eine Light-Variante gibt's auch.
orangensalat
Insalata di arance
Orangensalat
Süße Orangen treffen auf Zitronensäure und salzig gewürzte Zwiebeln oder Fenchel, dazu Olivenöl, und verschiedene Geschmacksrichtungen verbinden sich einer sehr leckeren Komposition namens Orangensalat.
involtini alla siciliana
Involtini alla siciliana
Rouladen auf sizilianische Art
Mit zu den leckersten Rouladen-Rezepten Italiens gehören die Rouladen auf sizilianische Art. Sie werden mit Rosinen, Pinienkernen, Käse und Marsala gefüllt.
Involtini con ricotta e marsala
Involtini con ricotta e marsala
Rouladen mit Ricotta und Marsala
Eine weitere Variante sizilianischer Rouladen-Kunst sind Rouladen mit Ricotta und Marsala: Das Fleisch wird mit Ricotta und gekochtem Schinken gefüllt und mit Marsala aromatisiert.
involtini di melanzane alla siciliana
Involtini di melanzane alla siciliana
Auberginenröllchen auf sizilianische Art
Auberginenröllchen auf sizilianische Art werden mit Rosinen, Pinienkernen, Käse, Tomatensauce, Paniermehl und Kräutern gefüllt und überbacken.
mandelmilch
Latte di mandorla
Mandelmilch
Besonders an heißen Tagen ist Latte di mandorla ein tolles Erfrischungsgetränk. Mandelmilch wird auf einfache Weise aus Mandeln, Wasser und einem Süßungsmittel zubereitet.
macco di fave
Macco di fave
Saubohnensuppe
Macco di fave ist eine nahrhafte dicke, eher püreeartige Saubohnensuppe, die in ganz Süditalien geschätzt wird. Wir kochen die sizilianische Variante mit Fenchel und stellen andere Varianten vor.
mazaresi
Mazaresi al pistacchio
Pistazienküchlein
Aus Mazara del Vallo (TR) an der Südostküste Siziliens kommen die leckeren Pistazienküchlein, die mit Pistazien, Zucker und Ei gebacken werden.
Melanzane ripiene con pomodori
Melanzane ripiene con pomodori
Gefüllte Auberginen mit Tomaten
Die gefüllten Auberginen mit Tomaten stammen aus Sizilien und werden mit Tomaten und Käse (Ragusano und Pecorino) gefüllt und im Ofen gegart.
Minne di Sant'Agata
Minne di Sant'Agata (frolla)
Brüste der Agatha (Mürbeteig)
Geschmacklos oder nicht geschmacklos - das ist hier nicht die Frage, denn die Brüste der Hl. Agatha sind voller Geschmack, ja köstlich! Sie sind nämlich mit Ricotta, Schokolade und kandierten Früchten gefüllt. Hier die Mürbeteig-Variante.
Minne di Sant'Agata (pan di Spagna)
Minne di Sant'Agata (pan di Spagna)
Brüste der Agata (Biskuitteig)
Geschmacklos oder nicht geschmacklos - das ist hier nicht die Frage, denn die Brüste der Hl. Agatha sind voller Geschmack, ja köstlich! Sie sind nämlich mit Ricotta, Schokolade und kandierten Früchten gefüllt. Hier die Biskuit-Variante.
ossa di morto
Ossa di morto
Totenknochen
Ein sehr leckeres, aber etwas gruseliges Gebäck sind die Totenknochen. Das Gebäck wird traditionell in Knochenform hergestellt, und man verspeist es in Sizilien an Allerseelen, dem 2. November.
pane di san calogero
Pane di San Calogero
Sizilianisches Fenchelbrot
Sizilianisches Fenchelbrot ist das Pane di San Calogero, das in Campofranco (CL) auf Sizilien am letzten Sonntag des Juli gebacken wird. Es wird gern warm mit Öl, Pfeffer und frischem Käse gegessen.
parmigiana di melanzane
Parmigiana di melanzane
Auberginenauflauf
Einer der Klassiker der italienischen Küche ist der Auberginenauflauf mit Mozzarella, Ei und Tomatensugo, den es aber durchaus in unterschiedlichen Varianten gibt.
Parmigiana di melanzane light
Parmigiana di melanzane light
Auberginenauflauf light
Deutlich weniger Kalorien als das Original hat der Auberginenauflauf light. Hier werden die Auberginen nicht frittiert, sondern kalorienarm gegrillt - insofern vielleicht eine Alternative.
pasta 'ncasciata
Pasta 'ncasciata
Nudelauflauf mit Tomaten und Auberginen
Ein Festtagsgericht aus Sizilien, wo es besonders gern an Ferragosto gegessen wird, ist der Nudelauflauf mit Tomaten und Auberginen. Nudeln, die mit Tomatensauce und allerlei Fleisch vermengt sind, werden mit Auberginen ummantelt und überbacken.
pasta ai pistacchi e panna
Pasta ai pistacchi e panna
Nudeln mit Pistazien und Sahne
Bei den Nudeln mit Pistazien und Sahne stammen Gericht und die Hauptzutat, die Pistazien, aus Sizilien. Ein Schuss Brandy rundet den Geschmack gut ab.
pasta al pesto di pistacchi
Pasta al pesto di pistacchi
Nudeln mit Pistazien-Pesto
Zusammen mit der Pasta alla genovese sind die Nudeln mit Pistazien-Pesto mein Lieblings-Nudelgericht. 6-Sterne-würdig! Auch für Crostini kann man das Pesto benutzen.
pasta alla norma
Pasta alla Norma
Nudeln mit Auberginen
Bei diesem aus Catania, Sizilien, stammenden Gericht Nudeln mit Auberginen, das der Oper Norma von Vincenzo Bellini gewidmet ist, liegt der Akzent auf den neben den Tomaten enthaltenen Auberginen.
Pasta con la ricotta fresca
Pasta con la ricotta fresca
Nudeln mit Auberginen und frischem Ricotta
Die Sauce für das sizilianische Gericht Nudeln mit Auberginen und frischem Ricotta besteht aus Tomaten, Auberginen und Ricotta, der hier jedoch als frischer Ricotta untergemengt wird.
pasta con pesce spada
Pasta con pesce spada
Nudeln mit Schwertfisch
Zu den besonderen Fisch-Pastagerichten gehört Nudeln mit Schwertfisch. Bei dem Gericht aus Sizilien wird Schwertfisch in einem Tomatensugo gegart.
pasticcini morbidi al pistacchio
Pasticcini morbidi al pistacchio
Weiche Pistazienplätzchen
Die weichen Pistazienplätzchen sind nicht als Folge falscher Lagerung weich, sondern sie sind deshalb so weich, leicht und luftig, weil sie ganz ohne Mehl gebacken werden.
pesce spada alla ghiotta
Pesce spada alla ghiotta
Schwertfisch auf Art des Naschers
In Kalabrien und Sizilien genießt man Schwertfisch auf Art des Naschers. Der Fisch wird in einem Sugo aus Tomaten, Staudensellerie, Zwiebeln, Oliven, Kapern, Kräutern usw. gegart.
Pesce spada in crosta di pistacchi
Pesce spada in crosta di pistacchi
Schwertfisch in Pistazien-Kruste
Beim Schwertfisch in Pistazien-Kruste sind sowohl der Schwertfisch als auch die Pistazien typische sizilianische Produkte, die hier zu einem leckeren Fischgericht zusammenfinden.
Pesce spada in salmoriglio
Pesce spada in salmoriglio
Gegrillter Schwertfisch
Eine ganz traditionelle Zubereitungsweise von Schwertfisch ist das Grillen. Gegrillter Schwertfisch wird vor allem in Kalabrien und Sizilien gegessen, vor deren Küsten der pesce spada auch gefangen wird.
pollo alla messinese
Pollo alla messinese
Huhn auf Art von Messina
Aus Sizilien stammt das Huhn auf Art von Messina. Das Huhn wird gekocht und mit einer parallel zubereiteten Thunfisch-Gemüse-Zitronensauce serviert.
ricotta salata selbst gemacht
Ricotta salata fatta in casa
Ricotta salata selbst gemacht
Ricotta salata selbst gemacht ist die gesalzene Variante eines gereiften Ricottas, der durch die Reifung fest und reibfähig wird und daher in Süditalien gern als Reibkäse über Pasta benutzt wird.
Risotto ai fichi d'india
Risotto ai fichi d'india
Kaktusfeigen-Risotto
Kaktusfeigen kann man essen! Beim Kaktusfeigen-Risotto schmeckt man die süße Frische des für uns etwas ungewöhnlichen Obsts. Nur vor den Stacheln solle man sich in Acht nehmen.
risotto ai pistacchi
Risotto ai pistacchi
Pistazien-Risotto
Das Pistazien-Risotto ist ein sizilianisches Reis-Gericht, das wie ein klassisches Risotto mit Pistazien aus dem Anbaugebiet am Fuße des Ätna gekocht wird.
orangen-risotto
Risotto all'arancia
Orangen-Risotto
Nicht aus Nord-Italien, sondern aus Sizilien stammt das Rezept des Orangen-Risottos. In Sizilien werden die meisten Orangen Italiens angebaut, und früher gab es dort auch Reisanbau.
salsiccia all'arancia
Salsiccia all'arancia
Wurst mit Orangen
Ein leckeres und nahrhaftes Wintergericht ist Wurst mit Orangen. Es stammt aus Sizilien, der Heimat der Orangen, und ist schnell zubereitet.
scaloppine di vitello al marsala
Scaloppine di vitello al marsala
Kalbsschnitzel mit Marsala
Sizilianischen Ursprungs sind die schnell zu kochenden Kalbsschnitzel mit Marsala. Das Sizilianische daran ist der Marsala, ein (hier am besten trockener) Likörwein aus dem Westen der Insel.
scaloppine di vitello al pistacchio
Scaloppine di vitello al pistacchio
Kalbsschnitzel mit Pistazien
Die Kalbsschnitzel mit Pistazien gehören zu den am schnellsten zu kochenden Secondi: Kalbsschnitzel braten, Pistazien (und Weinbrand) hinzufügen - fertig.
Sciuscieddu alla messinese
Sciuscieddu alla messinese
Ostersuppe aus Messina
Die Hauptzutaten der klassischen Ostersuppe aus Messina, Sizilien, sind Rinderbrühe, Ricotta und Rinderfrikadellen. Die Suppe enthält ein überbackenes Ei-Ricotta-Soufflé.
Sfinci di San Giuseppe
Sfinci di San Giuseppe
Brandteigkrapfen mit Ricottacreme
Vor allem zum Josephstag (19.03.) isst man auf Sizilien Brandteigkrapfen mit Ricottacreme. Das sind kleine Küchlein aus Brandteig mit eben Ricotta, Pistazien, kandierten Kirschen und Schokosplittern.
sfincione alla palermitana
Sfincione alla palermitana
Pizza auf palermitanische Art
Der Sfincione alla palermitana ist die Pizza auf palermitanische Art, die gern zum Fest der Immacolata (08.12.) gegessen wird. Sie wird u.a. mit Sardellen und ohne Mozzarella belegt.
spaghetti al cedro
Spaghetti al cedro
Spaghetti mit Zitronatzitronen
Nicht nur an heißen Sommertagen sind Spaghetti mit Zitronatzitronen ein Genuss. Mandeln, Ricotta salata, Orangensaft und Zitronenschale schaffen ein leckeres Aroma.
torta di arance
Torta di arance
Orangen-Rührteig-Kuchen
Aus Sizilien stammt der Orangen-Rührteig-Kuchen. Er wird im Ganzen gebacken und ist - auch wenn er auf Italienisch torta heißt - ein Rührteigkuchen.
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  1. Vgl. https://it.wikipedia.org/wiki/Regioni_d%27Italia (Letzter Zugriff: 20.02.2017)
  2. Vgl. Elena Kostioukovitch: Italia! Die Italiener und ihre Leidenschaft für das Essen, Frankfurt/M. 2016, S. 423
  3. Ebd.
  4. Pizza, bufala e cannoli. Ecco cosa preferiscono gli italiani in vacanza; in: Corriere della Sera, 01.08.2018; online: https://www.corriere.it/cronache/18_agosto_01/pizza-bufala-cannoli-ecco-cosa-preferiscono-italiani-vacanza-6ed15940-9574-11e8-819d-89f988769835.shtml (Letzter Zugriff: 19.09.2018)

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