Frico

Hinter dem Namen Frico verbirgt sich ein gehaltvoller Käse-Kartoffel-Fladen, sozusagen die italienische Variante eines Kartoffelpuffers. Zubreitet wird diese Spezialität aus dem Friaul - Julisch Venetien mit Montasio-Käse.
Frico
Stimmen: 9
Bewertung: 3.78
Sie:
Bewerte das Rezept
Rezept drucken
Zur Einkaufsliste hinzufügen
Dieses Rezept ist in deiner Reszeptesammlung/Einkaufsliste gespeichert.
Käse-Kartoffel-Fladen
Menge 2 Personen
Vorbereitung 20 Minuten
Kochzeit 40 Minuten
Frico
Stimmen: 9
Bewertung: 3.78
Sie:
Bewerte das Rezept
Rezept drucken
Zur Einkaufsliste hinzufügen
Dieses Rezept ist in deiner Reszeptesammlung/Einkaufsliste gespeichert.
Käse-Kartoffel-Fladen
Menge 2 Personen
Vorbereitung 20 Minuten
Kochzeit 40 Minuten
Zutaten
Portionen / Menge: Personen
Arbeitsschritte
  1. Kartoffeln waschen, schälen und in kleine Stückchen schneiden.
  2. Zwiebel schälen und fein hacken.
  3. 1 Stich Butter in einem großen Topf zerlassen und Zwiebel glasig dünsten.
  4. Kartoffeln dazu geben, 1/8 l Wasser dazu gießen und bei niedriger Temperatur ca. 15 Min. weich kochen (ggf. noch etwas Wasser hinzufügen).
  5. Käse entrinden und in sehr kleine Würfel schneiden oder reiben.
  6. Wenn die Kartoffeln sich mit einer Gabel zerdrücken lassen, restliches Wasser über ein Sieb abschütten.
  7. Kartoffeln leicht mit einer Gabel zerdrücken und dann in eine mit einem Stich Butter gefettete antihaftbeschichtete Pfanne geben.
  8. Käse untermischen und salzen und pfeffern.
  9. Bei mittlerer Temperatur die Mischung unter Rühren erhitzen, bis der Käse zu schmilzen beginnt.
  10. Dann Hitze reduzieren und die Mischung zu einem Fladen fest zusammendrücken und ca. 10 Min. weiterbacken, bis eine gold-gelbe Kruste entsteht.
  11. Dann wenden und andere Seite noch einmal ca. 10 Min. braten.
Rezept-Hinweise

Werbung

Wein-Empfehlung:
Pinot Grigio Plessiva (Polencic)
Zu diesem Gericht aus dem Friaul empfehle ich einen kräftigen Pinot Grigio aus der gleichen Region, genauer aus dem Collio von der Familie Polencic.
Weitere Informationen zu diesem Wein ...

Dieses Rezept teilen

 

Frico - Käse-Kartoffel-Fladen

 

gemuesefahne_55Dieser gehaltvolle, mit Montasio zubereitete und am besten an einem kalten Wintertag zu genießende Fladen ist sicherlich der kulinarische Höhepunkt in Friaul – Julisch Venetien. Einziger Nachteil: Sein nordeuropäischer Verwandter Reibekuchen scheint demgegenüber ein Light-Gericht zu sein…

 

gemuesefahne_55Frico ist nicht nur ein regionaler Klassiker, sondern hat auch eine lange Geschichte: Unter dem Namen Caso in patellecte wird er Mitte des 15. Jahrhundert in einem der ersten Kochbücher genannt, und zwar im De Arte Coquinaria des Maestro Martino (da Como), seinerzeit Koch des Patriarchen von Aquileia Lodovico Trevisan.

 

gemuesefahne_55Im Laufe der Jahrhunderte haben sich zwei Zubereitungsarten herausgeschält: eine eher weiche und eine krümelige. Krümeliger Frico entsteht, wenn man ausschließlich Käse nutzt, der mit etwas Butter oder Öl in der Pfanne geschmolzen und goldbraun gebacken wird. Durch Vermischen mit Kartoffeln entsteht hingegen der weiche Frico, der je nach Region auch noch etwas verfeinert werden kann durch Hinzufügen von ein wenig Zwiebel (wie oben) oder Porree oder Speck.

 

gemuesefahne_55Mein obiges Rezept ist nicht ganz originalgetreu. Im Friaul – Julisch Venetien geht man nämlich hinsichtlich des Käse-Kartoffel-Verhältnisses meist von einer Relation 1 : 1 aus. Ich habe oben jedoch ein Verhältnis von 1 : 2,6 zugrunde gelegt, was natürlich zu Lasten des Käsegeschmacks, aber zu Gunsten meiner Figur geht. Wer Kalorien nicht zu zählen braucht, kann im Bemühen um Authentizität also gern den Käse höher dosieren.

 

gemuesefahne_55Frico wird sehr gern zusammen mit Polenta genossen. Und oft ist er kein Antipasto oder richtiger Hauptgang im Kontext einer üppigen Abfolge verschiedenster Gänge, sondern wird aufgrund seines Gehalts als Piatto unico, also einziger Gang, gegessen.

 

gemuesefahne_55Der für Frico benutzte Käse stammt aus den karnischen Alpen und trägt den Namen der dortigen Bergkette Montasio. Er ist ein DOP-Käse und wird in verschiedenen Reifestufen gehandelt. Nach mindestens zwei Monate Reifezeit kommt er als junger (fresco) Käse in den Handel, mit sechs Monaten ist er mittelreif (semistagionato oder mezzano) und nach zehn Monaten gilt er als reif (stagionato oder stravecchio). Welchen Reifegrad man für Frico benutzt ist Geschmackssache – reiferer Käse lässt den Fladen noch weicher werden.

 

gemuesefahne_55Kann man keinen Montasio beschaffen, so sind Carnia und Latteria als ähnliche Käse aus der Region eine Alternative, wenngleich sie vermutlich noch schwerer erhältlich sind. Verbreiteter ist wahrscheinlich Asiago aus dem Veneto.

 

Montasio aus Friuli - Venezia Giulia
Montasio aus Friuli – Venezia Giulia

Bildinfo

Page URL: https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AMontasio_kaasbrokkels.JPG
File URL: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1c/Montasio_kaasbrokkels.JPG
Attribution: By Pvt pauline (Own work) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Authentisch-Italienisch-Kochen.de

 

Hier findest du mehr Rezepte aus dem Friaul – Julisch Venetien.

 

 

Frico
Friaulischer Käse-Kartoffel-Fladen
Nährwertangaben
Frico
Menge pro Portion
Gesamt-Kalorien kcal 443 Kalorien aus Fett kcal 234
% des Tagesbedarfs*
Fett gesamt 26g 40%
Gesättigte Fettsäuren 3g 15%
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren 0.3g
Einfach ungesättigte Fettsäuren 2g
Natrium 298mg 12%
Kalium 893mg 26%
Kohlehydrate gesamt 31g 10%
Ballaststoffe 6g 24%
Zucker 2g
Protein 21g 42%
Vitamin A 38%
Vitamin C 37%
Kalzium 2%
Eisen 6%
* Prozentualer Tagesbedarfsanteil bei einer 2000-Kalorien-Diät

Ein Gedanke zu “Frico

  • 28. September 2020 um 15:15
    Permalink

    Naja,
    eigentlich echt keine große Herausforderung,
    ich hab´s dann doch nicht so toll hinbekommen. Leider konnte ich keinen Montasio hier kaufen und habe mich dann mit Parmigiano und kräftigem Appenzeller begnügt. Der Appenzeller hat sehr sehr viel Fett von sich gelassen, vermutlich ist es mir deshalb nicht so gelungen. Lecker war es dennoch allemal, das zeigt die Tatsache daß kein Bröselchen übrig blieb. Danke für dieses tolle Rezept!
    Christoph

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.