Risotto alla monzese

Das Risotto auf monzeser Art ist gewissermaßen eine Kreuzung des Risotto alla milanese (mit Safran) und des Risotto alla pilota (mit frischer Schweinswurst) und stammt aus der Brianza.

Risotto alla monzese

Risotto auf monzeser Art
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Menge (anpassen) 2 Portionen
Vorbereitungszeit 10 Minuten
Kochzeit 25 Minuten
Arbeitszeit gesamt 35 Minuten
Kalorien 659 kcal

Zutaten

  • 160 g Luganega monzese - s.u.
  • 160 g Reis - ital. Rundkornreis, Qualität: fino oder super fino, Sorte: Arborio, Carnaroli, Roma, Vialone o.ä.
  • 0,5 Zwiebel
  • 25 g Butter
  • 350 ml Rindfleischbrühe - vgl. Rezept
  • 50 ml Weißwein
  • 30 g Grana padano - vgl. Lebensmittelinfo-Seite Grana padano
  • 1 Msp. Safran
  • Salz
  • Pfeffer

Anleitung

  • Zwiebel hacken und Grana padano reiben.
  • Wurst enthäuten und klein hacken.
  • 15 g Butter in einem Topf schmelzen.
  • Parallel Rindfleischbrühe in einem anderen Topf erhitzen und am Köcheln halten.
  • Zwiebel und Wurst in die Butter geben und bei mittlerer Hitze solange braten, bis die Zwiebel leicht glasig sind.
  • Reis hinzufügen und unter Rühren ein paar Minuten ziehen lassen.
  • Reis mit Wein ablöschen.
  • Wenn der Wein verkocht ist, schubweise Brühe zum Reis geben und unter beständigem Rühren bei mittlerer Hitze al dente kochen (ca. 20 Min.).
  • Nach etwa 15 Minuten, also kurz vor Ende der Garzeit, Safran in 2 EL heißem Wasser (oder Brühe) auflösen, zum Reis geben und gut unterrühren.
  • Wenn der Reis al dente ist, die restlichen 10 g Butter und den geriebenen Grana padano unterziehen. Ggf. mit Salz und Pfeffer abschmecken, doch eigentlich geben Brühe, Wurst und Käse genug Würze.
  • Risotto vom Herd nehmen und bei aufgesetztem Deckel noch 1-2 MInuten quellen lassen, dann servieren.

Nährwertangaben

Kalorien: 659 kcal | Kohlenhydrate: 66 g | Protein: 30 g | Fett (gesamt): 28 g | ges. Fettsäuren: 14 g | mehrfach unges. Fettsäuren: 1 g | einfach unges. Fettsäuren: 6 g | Cholesterin: 51 mg | Natrium: 1354 mg | Kalium: 482 mg | Ballaststoffe: 4 g | Zucker: 3 g

 

risotto alla monzese

 

gemuesefahne_55Das Risotto alla monzese gehört zu den großen Risotti der Lombardei, auch wenn es Elemente anderer Risotti aufweist: Den Safran des Risotto alla milanese und die Wurst des Risotto alla pilota aus Mantua. Man könnte auch sagen, es ist die Veredelung der beiden genannten Risotti, denn der Fleischgeschmack harmoniert bestens mit dem durch Safran nicht nur optisch aufgewerteten Reis, denn Safran bewirkt ja auch eine besondere Geschmacksnote. Der Fleischgeschmack rührt nicht nur von der Fleischbrühe, sondern von der Luganega monzese, eben aus Monza in der Brianza, die hergestellt wird aus qualitativ hochwertigem Schweinefleisch, das mit Salz und Pfeffer gewürzt und mit Grana padano, Fleischbrühe und Wein (oft sizilianischem Marsala) angereichert wird. Kann man keine Luganega beschaffen, kann man ersatzweise auch eine normale Salsiccia nehmen, die jedoch nicht stark mit Fenchel oder Peperoncino aromatisiert sein sollte.

 

gemuesefahne_55Ein Streitpunkt hinsichtlich der richtigen Zubereitung ist der Safran, der mitunter auch weggelassen wird. Vermutlich ist dies eher die originale Zubereitungsweise, denn Safran war und ist ein relativ teures Gewürz. Da aber heutzutage das Risotto alla monzese fast immer mit Safran gekocht wird, haben auch wir ihn benutzt. Rinderknochenmark gehört im Gegensatz zum Risotto alla milanese nicht an die Variante aus Monza.

 

risotto alla monzese
Risotto alla monzese – ohne Safran

 

gemuesefahne_55Unterschiedlich ist das Garen der Wurst. Mitunter wird diese separat in einer Pfanne mit ganz wenig Öl gebraten und dann erst dem fertigen Reis hinzugefügt, wobei man hinsichtlich der Kochzeit aufpassen soll, dass man die Wurst nicht zu lange brät, da sie sonst hart wird. Wir garen sie zusammen mit dem Reis und fanden sie nicht zu hart, wobei man bei dieser Zubereitung zudem aufgrund des aus der Wurst austretenden Fetts weniger Butter braucht.

 

gemuesefahne_55Gern gegessen wird das Risotto alla monzese das ganze Jahr über, doch zum Fest der Giubiana am letzten Donnerstag im Januar ist es unverzichtbar und wird in großen Teilen der Lombardei und des Piemonts verzehrt (allerdings teilweise mit anderen Würsten in Stelle der Luganega monzese).

 

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Risotto alla monzese
Risotto auf monzeser Art

 

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