Stufatino alla romana coi gobbi

Aus dem Latium stammt das Gulasch auf römische Art mit Karden. Das Gemüse gibt dem Rindergulasch eine ganz besondere Note, kann aber durch Staudensellerie ersetzt werden.
stufatino alla romana

Stufatino alla romana coi gobbi

Gulasch auf römische Art
Drucken
Zur Rezeptesammlung hinzufügen
Menge (anpassen) 4 Portionen
Vorbereitungszeit 10 Minuten
Kochzeit 2 Stunden
Arbeitszeit gesamt 2 Stunden 10 Minuten
Kalorien 1313 kcal

Zutaten

  • 800 g Rindergulasch
  • 1 Zwiebel
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 100 g Tomaten (passata)
  • 200 g Karde - geputzt
  • 150 ml Rotwein
  • 6 EL Olivenöl - extra vergine
  • 3 Zweige Majoran
  • Salz
  • Pfeffer

Anleitung

  • Zwiebel putzen und in Scheiben schneiden.
  • Olivenöl in einem Schmortopf erhitzen und die Zwiebeln und Knoblauchzehe hinein geben und andünsten.
  • Wenn die Zwiebel glasig ist, das Fleisch (ggf. portionsweise) hinzufügen und scharf von allen Seiten anbraten, und zwar so lange, bis das austretende "Wasser" verkocht ist und das Fleisch tatsächlich Farbe annimmt (ca. 15 Minuten).
  • Dabei mit Salz, Pfeffer und Majoran würzen.
  • Knoblauchzehe entfernen.
  • Wein angießen und verdampfen lassen.
  • Wenn der Wein verkocht ist, Tomaten zum Fleisch geben.
  • Dann warmes Wasser in den Topf geben, bis das Fleisch gerade bedeckt ist und dieses nun zwei Stunden lang zugedeckt bei niedriger Temperatur schmoren. Ab und zu umrühren und bei Bedarf noch etwas Wasser hinzufügen.
  • Während das Fleisch kocht, die Karde zubereiten. Dazu zunächst ca. 750 ml Wasser in eine Schüssel geben.
  • Zitrone auspressen und in die Schüssel gießen.
  • Kardenstangen durch Wegschneiden des Ansatzes unten freischneiden.
  • Blätter abschneiden und wegwerfen.
  • Kardenstangen waschen und die innere weißliche Schicht mit dem Fingernagel abrubbeln.
  • Mit einem Spargelschäler grob schälen - dies funktioniert nur ansatzweise, da die Karden zu gegriffelt sind. Das ist aber nicht schlimm, denn es geht nur darum, die harten Fäden zu lösen und dann (mit der Hand) abzuziehen.
  • Die Stangen dann in ca. 2 cm lange Stücke schneiden; sofern dadurch neue Fäden erkennbar werden, auch diese entfernen.
  • Das Putzen muss relativ schnell gehen, da die Karden ganz schnell anlaufen. Deshalb die einzelnen Stangen sofort nach der Bearbeitung in das Zitronenwasser legen.
  • Karden abgießen.
  • In einem Topf ca. 750 ml frisches Wasser (nicht das zuvor benutzte Zitronenwasser, denn sonst wird das Gemüse zu sauer) erhitzen und die Karden darin ca. 20 Minuten kochen, dann abgießen.
  • Etwa 10 Minuten vor Ende der Kochzeit des Fleischs die Karden zum Fleisch geben und mitkochen.
  • Noch einmal mit Salz und Pfeffer abschmecken und servieren.

Rezept-Hinweise

Werbung
Wein-Empfehlung:
Colle del Ticchio (Corte dei Papi)
Hierzu empfehle ich einen Rotwein aus Lazio, einen Colle del Tichino. Die feinen harmonischen Gerbstoffe dieses Weines harmonieren auch mit den Karden. Ein runder weicher Wein, der gut zum geschmorten Fleisch passt. Rund und ja fast balsamisch gleitet er über die Zunge.
Weitere Informationen zu diesem Wein ...

Nährwertangaben

Kalorien: 1313 kcal | Kohlenhydrate: 5 g | Protein: 43 g | Fett (gesamt): 31 g | ges. Fettsäuren: 8 g | mehrfach unges. Fettsäuren: 2 g | einfach unges. Fettsäuren: 19 g | Cholesterin: 0.1 mg | Natrium: 381 mg | Kalium: 829 mg | Ballaststoffe: 2 g | Zucker: 3 g

 

stufatino alla romana

 

gemuesefahne_55Trotz des Namens (it. stufato ≈ dt. Schmorbraten) ist Stufatino eigentlich ein Spezzatino, also ein Gulasch. Das tut dem Geschmack jedoch keinen Abbruch. Auf jeden Fall gehört Stufatino alla romana zu den klassischen Fleischgerichten der römischen Küche.

 

gemuesefahne_55Die hier vorgestellte Variante des Stufatino alla romana ist eine von zwei typischen Zubereitungsarten. Statt mit Karden kann man das Gericht auch mit Staudensellerie kochen, was dann Stufatino alla romana col sedano (oder auf römisch: sellero) hieße. Die Variante mit Karden schmeckt uns jedoch besser, so dass wir hier diese vorstellen. Beliebt ist die Nutzung von Sellerie vermutlich deshalb, weil er leichter zu kochen ist: Das etwas lästige Schälen und Fädenziehen entfällt dabei und außerdem gibt es das Problem des Anlaufens nicht. Wer es also etwas weniger zeitaufwendig möchte (oder auch Schwierigkeiten hat, Karden zu bekommen), der/die greife zu Staudensellerie, der dann nach dem Waschen und Entfernen der Blätter gleich zerkleinert und gekocht werden kann. Lecker ist auch diese Variante.

 

gemuesefahne_55Gobbi ist übrigens der lokale Name für Karden, auf Hochitalienisch heißen sie cardi.

 

gemuesefahne_55Das Gericht ist ein hervorragendes Gästeessen, da am Schluss nur ab und zu umgerührt werden muss. Und Einfrieren lässt es sich auch wunderbar.

 

Hier findest du mehr Rezepte aus dem Latium.

 

 

Stufatino alla romana coi gobbi
Gulasch auf römische Art mit Karden

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Rezept-Bewertung