Tegole alla valdostana

Die Tegole genannten Mandel-Nuss-Plätzchen aus dem Aostatal werden flach ausgebacken und habe eine kreisrunde Form. Man genießt sie zum Frühstück oder zur Merenda.

Tegole alla valdostana

Mandel-Nuss-Plätzchen
tegole alla valdostana
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Küche Aostatal
Menge (Standard) 18 Stück
Menge (anpassbar) 18 Stück
Vorbereitungszeit 40 Minuten
Kochzeit 15 Minuten
Arbeitszeit gesamt 55 Minuten
Kalorien 124 kcal

Zutaten

Anleitung

  • Sofern nicht bereits geriebene Haselnüsse und Mandeln benutzt werden, diese nach unserer Anleitung mahlen.
  • Mandelmehl und Haselnussmehl zusammen mit dem Zucker, dem Weizenmehl und etwas Salz in eine Schüssel geben und gut vermengen.
  • Die Butter in einer Pfanne schmelzen und dann in die Schüssel geben.
  • Die Eiweiße steif schlagen und vorsichtig mit einem Schneebesen von oben nach unten unter die Mischung ziehen, so dass ein glatter homogener Teig entsteht, der nicht geknetet werden darf.
  • Ein Backblech mit Backpapier auslegen und darauf (mit einem Löffel oder dem Spitzbeutel) Teigkleckse absetzen. Diese Teigkleckse mit einem wassernassen Löffel zu flachen Kreisen mit ca. 7 cm Durchmesser und 2-3 mm Stärke ausstreichen. Dies gelingt gut, wenn man den Teig in eine entsprechende Ausstechform gibt und ihn dann flachstreicht.
    tegole alla valdostana
  • Beim Platzieren der Teigkleckse darauf achten, dass die ausgestrichenen Plätzchen ca. 5 cm Abstand zueinander haben, denn diese dehnen sich beim Backen aus (im Bild rechts). Um alle Teigplätzchen zu platzieren, braucht man bei unserer Standardmenge zwei Backbleche, wodurch sich die angegebene Backzeit verdoppelt.
    tegole alla valdostana
  • Die Plätzchen bei 200 ° im Backofen ca. 15 Minuten backen. Sie sollen (besonders am Rand) leicht gebräunt sein, aber nicht zu dunkel.
  • Direkt nach der Entnahme der Plätzchen aus dem Ofen kann man die noch heißen Tegole kurz vorsichtig über ein Nudelholz biegen, um ihnen ihre typische Rundung zu verleihen. Doch Vorsicht: Man muss genau den richtigen Moment erwischen. Einerseits müssen die gebackenen Plätzchen schon trocken und leicht gebräunt sein und haben damit eine gewisse Härte, andererseits brechen sich um so leichter, je weiter das Backen fortgeschritten ist. Beim Erstversuch sollte man daher vielleicht auf das Runden verzichten, zumal sie sich flach besser verstauen lassen.
  • Dann die Tegole auf einem sauberen Abtrockentuch absetzen und ganz auskühlen lassen.

Rezept-Hinweise

Bei der Zeitkalkulation gehen wir davon aus, dass bereits geriebene Mandeln und Haselnüsse benutzt werden.

Nährwerte

Kalorien: 124 kcal | Kohlenhydrate: 15 g | Protein: 2 g | Fett (gesamt): 7 g | ges. Fettsäuren: 2 g | mehrfach unges. Fettsäuren: 1 g | einfach unges. Fettsäuren: 4 g | Natrium: 18 mg | Kalium: 92 mg | Ballaststoffe: 1 g | Zucker: 12 g | Vitamin A: 137 IU | Vitamin C: 1 mg | Kalzium: 15 mg | Eisen: 0.3 mg

Meine Notizen

 

tegole alla valdostana

 

gemuesefahne_55Die Tegole alla valdostana sind eine wohl aus den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts stammende Erfindung der Konditoren-Familie Boch. Diese betrieb von 1904 bis 2018 das gleichnamige Caffè Boch in Aosta.[1] Die Tegole haben jedoch eine weit über den Ort Aosta hinaus reichende Verbreitung erfahren: “Es ist das im Aostatal am weitesten verbreitete Dolce”.[2] Genossen wird es gern mit einer Crema di Cogne, doch Kenner schätzen es auch solo zum Frühstück, für eine Merenda oder auch als Dessert.

 

gemuesefahne_55Mitunter werden die Tegole alla valdostana zusätzlich mit einem Schokoüberzug versehen.

 

gemuesefahne_55Ihren Namen haben die Tegole (it.: tegola ≈ dt.: Dachziegel) wohl daher, dass sie oft direkt nach der Entnahme aus dem Ofen noch leicht mit einem Nudelholz gerundet werden und daher an Dachziegel erinnern.

 

gemuesefahne_55Tegole schmecken besonders gut, wenn sie schön krokant sind. Sind sie dies nach ein paar Tagen nicht mehr, kann man sie noch einmal kurz im Ofen bei 170 ° ca. 2 Minuten lang erwärmen.

 

Hier findest du mehr Rezepte aus dem Aostatal.

 

 

Fußnoten    (↵ zurück zum Text; ggf. geschlossenen Text zunächst öffnen)

  1. Vgl. La Stampa vom 03.08.2018 (Letzter Zugriff: 05.12.23)
  2. Davide Paolini (Hrsg.): Enciclopedia dei Prodotti tipici d’Italia, Milano (Garzanti) 2005, S. 495

Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 5. Januar 2024
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