Viva la nonna

Der neuste Trend aus Amerika: Ein New Yorker Restaurantbesitzer lässt statt eines renommierten Chefs lieber gestandene Großmütter – zumeist italienischer Provenienz – für seine Gäste kochen. Eine zur Nachahmung empfohlene Idee.

 

Viva la nonna

Bildinfo

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Authentisch-Italienisch-Kochen.de

 

Eigentlich bin ich von der Grundhaltung her amerikanischen Trends gegenüber ziemlich skeptisch. Das meiste, was von dort kommt, ist nichts Gutes – ob es Fastfood, Waterboarding oder ein Präsident mit ziemlich vielen Phobien ist. Gestern aber konnte man in der deutschen Presse Positives aus New York vernehmen: Einem dpa-Bericht zufolge, der in mehreren deutschen Tageszeitungen erschien[1], hat ein Restaurantbesitzer namens Joe Scaravella beschlossen, in seinem in New York gelegenen Restaurant Enoteca Maria nunmehr Omas (it.: nonne) an den Herd zu stellen. Nicht weil sie billiger sind als ein ausgebildeter Chef, nein, ihn treiben Erinnerungen an die Heimat seiner italienischstämmigen Eltern. Nicht die Haute Cuisine sondern „simple, aber gut zubereitete Speisen und Arme-Leute-Essen“ will er auf den Tisch bringen, und das können Großmütter, die schon seit Jahrzehnten mehr oder weniger größere Familien bekochen, am besten. Recht hat er, der Mister Scarvella. „Besinnen wir uns also darauf, so zu kochen wie früher die Großmutter: ‚alla nonna’“ schrieb ich unter dem Stichwort Authentizität an meinem ersten Tag als Bloggerin in den Küchen-Philosophie genannten Überlegungen zum Sinn und Zweck dieses Blogs. Hoffen wird, dass diese Idee kein Strohfeuer ist sondern sich zum Flächenbrand ausweitet. Viva la nonna – viva Joe Scaravella!

 

 

 

 

Fußnoten    (↵ zurück zum Text; ggf. geschlossenen Text zunächst öffnen)

  1. Z.B. im Schwarzwaldboten (http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.italien-new-yorker-restaurant-laesst-nonnas-an-den-herd.c39faf66-6a43-42b1-b84d-3f3a3dd15efe.html, letzter Zugriff am 23.03.2017, wohl seit 27.07.2017 nicht mehr online)

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